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Mehr Service für Brubbel-Besucher

Mehr Service für Brubbel-Besucher

Um dem wachsenden Interesse für den Wallenden Born gerecht zu werden, wird seit vergangenem Jahr das Umfeld der Touristenattraktion verändert. Ein neues Besucherzentrum mit Ticket- und Auskunftsschalter, Toiletten, zusätzliche Parkplätze für Autos und Busse sowie eine Wendeschleife sollen den Andrang besser lenken.

Wallenborn. Auf den Brubbel in Wallenborn ist in zweierlei Hinsicht Verlass. Erstens stößt der einzige Kaltwassergeysir in der Vulkaneifel alle 30 bis 40 Minuten eine Fontäne aus. Zweitens ist er immer ein Anziehungspunkt für Besucher. Rund 60 000 Besucher im Jahr schauen sich das faszinierende Schauspiel des Wallenden Borns an - sind dann aber meistens schnell weg.Toiletten für alle


Das soll sich nun ändern. Denn die Gemeinde ist dabei, das Gelände rund um den Wallenden Born zu modernisieren. Der neue Parkplatz mit Wende- und Parkmöglichkeiten für Busse ist schon länger fertig und wird rege genutzt. Auch das neue Gebäude für den Ticketverkauf mit Auskunftsschalter sowie für Damen-, Herren- und Behindertentoiletten ist fast fertig.
Die Wallenborner hoffen nun, dass die Gäste, die für den Eintritt aufs Gelände rund um den Kaltwassergeysir nun 50 Cent mehr zahlen müssen (bisher: ein Euro), auch länger bleiben und zahlreicher werden. Denn bei der Gemeinde blieb vom Eintrittsgeld bisher nicht viel hängen. "Davon blieben für die Ortsgemeinde rund 115 000 Euro Nettoeinnahme", erklärt die frühere Bürgermeisterin Madlene Steffes. Zudem war die Preiserhöhung eine Bedingung der Kommunalaufsicht für den Umbau. Denn das Eintrittsgeld wird komplett in den Erhalt der Brubbelanlage gesteckt.
Madlene Steffes ist überzeugt, dass das neue Umfeld der wachsenden Zahl von Bus-, Motorrad- und Autotouristen nun gerecht wird. "Die bisherige Infrastruktur war für die große Besucherschar total unterdimensioniert. Die Anzahl der Parkplätze reichte besonders am Wochenende nicht aus, und Toilettenanlagen waren hier sehr wichtig", sagt Madlene Steffes.Extra

Die Gemeinde hatte bereits vor sechs Jahren den ersten Antrag zur Modernisierung des Geländes rund um den Wallenden Born gestellt. Das hat nun geklappt, 280 000 Euro wird die Umgestaltung des Brubbels kosten. Die Ortsgemeinde Wallenborn erhält dafür eine Förderung der Europäischen Union von 176 766 Euro sowie Zuschüsse der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel von 12 258 Euro und der Verbandsgemeinde Daun von 28 000 Euro. Ihren Eigenanteil von 35 Prozent der Bausumme (70 000 Euro) muss die defizitäre Gemeinde über einen Kredit vorfinanzieren. HG