Mehr Sicherheit an problematischer Kreuzung

Mehr Sicherheit an problematischer Kreuzung

Lange haben sie warten müssen, die Weidenbacher, aber bald kommt die schon seit vielen Jahren gewünschte Änderung an der B-257-Einmündung. Dort entstehen eine Linksabbiegespur und eine neue Brücke.

Weidenbach/Daun. "Gut, dass es endlich geklappt hat!" Herbert Theisen, der Ortsbürgermeister von Weidenbach, freut sich, denn nun steht fest: Die Kreuzung Kreisstraße 5 (die durch den Ort führt) und Bundesstraße (B) 257 wird umgestaltet. Ein Anliegen, das die Gemeinde Weidenbach (Verbandsgemeinde Daun) schon viele Jahre beschäftigt. "Ich habe in den acht Jahren, in denen ich Bürgermeister bin, mehrfach mit dem Thema zu tun gehabt, aber auch schon mein Vorgänger Wolfgang Meier hatte sich für eine Veränderung eingesetzt", berichtet Theisen.
Mehrere Tausend Fahrzeuge sind täglich auf der B 257 von Daun nach Bitburg (und umgekehrt) unterwegs.
Viele fahren zu schnell


Manche Teilstücke laden geradezu ein zum schnellen Fahren, so auch das in Höhe von Weidenbach. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Kilometer wird sehr oft ignoriert, weiß auch Horst Krämer, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizeiinspektion (PI) Daun und Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht.
"Viele Fahrer achten nicht auf die Geschwindigkeitsbeschränkung, deshalb sind wir auch häufig mit Kontrollen dort. Aber wir können natürlich nicht ständig präsent sein." Deshalb erhofft er sich ein Mehr an Verkehrssicherheit durch die Einrichtung einer Linksabbiegespur in Höhe Ortseinfahrt Weidenbach.
Wie die Gemeinde beschäftigt sich auch der Landesbetrieb Mobilität (LBM) schon seit längerem mit dem Projekt. "Die Planungen, mit deren Umsetzung die problematische Kreuzung entschärft werden soll, waren aufwendig", berichtet Josef Arens vom LBM. "Jetzt sind wir froh, dass alle Hürden genommen sind und es bald losgehen kann." Die Vergabe des Auftrags soll so schnell wie möglich erfolgen, die Bauarbeiten werden voraussichtlich vier bis fünf Monate dauern.
Dass es losgehen kann, dafür hat auch der Kreis Vulkaneifel gesorgt: In der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses wurde der Neubau der Kreisstraßen-Brücke beschlossen. Begründung: Eine Sanierung der derzeitigen Brücke sei angesichts des schlechten Zustands wirtschaftlich nicht mehr vertretbar.
"Sehr gute Lösung"


Auch die neue Brücke soll ein Beitrag zur Verkehrssicherheit sein. Sie wird breiter, große Fahrzeuge können anders als bisher künftig aneinander vorbeifahren. Für Verkehrssicherheitsberater Krämer ist das Gesamtprojekt "eine sehr gute Lösung, die wir begrüßen." Und der Ortsbürgermeister sieht über die Verkehrssicherheit hinaus positive Aspekte. Theisen: "Wir bekommen eine bessere Ortsanbindung und eine schöne neue Brücke. Unter dem Strich also nur Vorteile für die Gemeinde."Extra

Der Brückenneubau und die Umgestaltung des Knotenpunkts B 257/K 5 sind ein Gemeinschaftsprojekt von Kreis und LBM. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 600 000 Euro. Davon trägt der Kreis weniger als ursprünglich geplant. Sein Anteil reduziert sich von 340 000 auf 170 000 Euro, weil sich der Bund stärker finanziell engagiert als zunächst vorgesehen. 70 Prozent des Kreisanteils steuert das Land bei. sts

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