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Mehr Sicherheit, weniger Standfläche: Welche Veränderungen es beim Laurentiusmarkt in Daun gibt

Mehr Sicherheit, weniger Standfläche: Welche Veränderungen es beim Laurentiusmarkt in Daun gibt

Beim Laurentiusmarkt, der traditionell am letzten Tag der Dauner Kirmes stattfindet, werden in diesem Jahr weniger Händler als bisher ihre Produkte anbieten können. Nicht, weil die Nachfrage nach Standplätzen geringer wäre, sondern weil bestehende Sicherheitsauflagen eingehalten werden müssen. Dazu gehört auch, dass es eine 3,50 Meter breite Rettungsgasse geben muss.

Daun. Er ist seit jeher ein Publikumsmagnet: der Laurentiusmarkt, der traditionell zum Abschluss der Dauner Kirmes Anfang August stattfindet. Aber er ist nicht nur bei den Besuchern beliebt, sondern auch bei den Marktkaufleuten. "300 Händler auf 3000 Metern" heißt seit vielen Jahren der Slogan, mit dem für den Markt geworben wird.

Dass es auch in diesem Jahr 300 Händler sein werden, wird allerdings kaum möglich sein, denn die Fläche für Stellplätze wird kleiner ausfallen. Das DRK und die Feuerwehr haben die Stadt darauf hingewiesen, dass, sollte jemand etwas in der Menschenmenge passieren oder ein Notfall bei einem Anwohner in den betreffenden Straßen eintreten, die Rettungskräfte nicht schnell genug an Ort und Stelle sein könnten, um zu helfen. "Wir haben die Stadt darum gebeten, sich mit der Problematik zu befassen", sagt Markus Schumacher, stellvertretender Leiter des DRK-Rettungsdiensts Eifel-Mosel-Hunsrück.
Und das hat sie getan, was Auswirkungen auf die künftige Aufstellung des Laurentiusmarkts hat. "Feuerwehr und das Rote Kreuz wollen aus Sicherheitsgründen ein neues Konzept für den Markt. Um dem zu entsprechen, können nicht mehr so viele Händler ihre Waren anbieten, da in den meisten Bereichen nur noch an einer Straßenseite Stände stehen dürfen", erklärt Dieter Wilhelm, Marktmeister, Stadtbeigeordneter und Gewerbevereinsvorsitzender.
Stadtbürgermeister Martin Robrecht berichtet, dass Feuerwehr und DRK im vergangenen Jahr unmittelbar vor Beginn der Kirmes auf ihn zugekommen seien und die Problematik erläutert hätten. "Die Sorge ist, dass, wenn die Rettungsgasse nicht breit genug ist, bei Notfällen, Bränden und Unfällen die Zufahrt mit Rettungsfahrzeugen nicht möglich ist."

Deshalb seien Konsequenzen gezogen worden. "Wir haben für dieses Jahr gemeinsam ein Konzept entwickelt, das den Belangen der Rettungsdienste und damit der Sicherheit der Marktbesucher und der Anwohner besser Rechnung trägt", erklärt der Stadtbürgermeister. Konkret bedeutet das: "Die Rosenbergstraße wird teilweise beidseitig bestückt werden, die Gartenstraße nur einseitig, die Burgfriedstraße auch nur einseitig, teilweise gar nicht und vor der AOK wird auch nur eine Seite bestückt", erklärt Marktmeister Wilhelm.
Er geht davon aus, dass das neue Konzept bei den Marktbeschickern nicht gut ankommen wird: "Ich werde nur noch der Hälfte der Händler einen Platz anbieten können. Und darunter sind viele, die seit 50 Jahren nach Daun kommen und an derselben Stelle stehen. Das wird für mich ein Riesenproblem, wenn ich vielen werde absagen müssen." Er will deshalb Händler, die das ganze Jahr über zu den Märkten in die Stadt kommen, bei der Bereitstellung von Plätzen bevorzugen. Etwas zusätzliche Fläche bekommt Wilhelm aber mit dem Wirichplatz, auf dem künftig Stände aufgestellt werden können. "Insgesamt muss man beachten, dass die Atmosphäre noch erhalten bleibt, damit der Markt nicht kaputt geht", sagt der Marktmeister.

Liebe Leser, Ihre Meinung ist gefragt: Was halten Sie von der Reduzierung der Stände durch das neue Sicherheitskonzept für den Laurentiusmarkt? Schreiben Sie uns eine (bitte kurze) Mail an eifel-echo@volksfreund.de
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Sicherheit zuerstSo liebgewonnen das bisherige Konzept für den Laurentiusmarkt auch sein mag: Es muss endgültig der Vergangenheit angehören, wenn DRK und Feuerwehr große Bedenken haben, was die Einsatzsicherheit angeht. Die hat Priorität, auch wenn es die Marktatmosphäre beeinträchtigen und Unverständnis bei den treuen Händlern hervorrufen kann. Denn was nun passiert, ist nicht weniger, als dass bestehende Vorschriften eingehalten werden. Sicherheit zuerst! s.sartoris@volksfreund.de