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Mehr Zusammenarbeit: Kreis Vulkaneifel nimmt an Modellprojekt teil

Kommunalpolitik : Modellprojekt in der Vulkaneifel: Kreise wollen stärker zusammenarbeiten

Ein neues Modellprojekt soll die Zusammenarbeit stärken und so unter anderem die Digitalisierung voranbringen. Was es damit auf sich hat.

Julia Gieseking, Landrätin des Kreises Vulkaneifel, und ihre Amtskollegen Gregor Eibes (Kreis Bernkastel-Wittlich) und Manfred Schnur (Kreis Cochem-Zell) haben das Mo­dellprojekt „Interkommunale Zusammen­arbeit Eifel-Mosel-Hunsrück“ (IKZ) der drei Land­kreise gestartet. In den kommen­den zwei Jahren wollen die Projektpart­ner in den Arbeitsfeldern Digitalisierung, Softwarenutzung und personelle Res­sourcen mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Innenministe­riums verstärkt zusammenarbeiten.

Die Verwaltungsleitungen verständigten sich insbesondere auf die Organisation des Modellprojekts. Es wurde neben dem Lenkungskreis, dem die Landrätin und die zwei Kollegen aus den beiden anderen Landkreisen angehö­ren, auch ein Steuerungskreis gebildet, dem die Büroleitungen der drei Verwal­tungen sowie beratend auch die Vorsit­zenden der jeweiligen Personalräte und die Leiter der Arbeitsgruppen aus den genannten Arbeitsfeldern angehören.

Unterstützt werden die jeweiligen Ebe­nen auch durch externe Experten, insbesondere durch eine wissenschaftli­che Begleitforschung, die sich besonders darauf konzentriert, ob sich die ausgearbeiteten Lösungen auf andere Kom­munen übertragen lassen.

Zu der kommenden Sitzung des Len­kungskreises sollen unter anderem die Bürgermeister der Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden einge­laden werden. Diesen soll das Projekt näher vorgestellt werden mit dem Ziel, mögliche gemeinsame Ansatzpunkte zu finden, um diese Verwaltungsebenen punktuell in das Projekt einzubinden.

Hintergrund der Zusammenarbeit ist die zweite Stufe der Gebietsreform, bei der es um die möglichen Zuschnitte der Landkreise geht. Mit dem Projekt soll untersucht werden, ob eine Ausweitung und die Verbesserung der IKZ eine Alternative zu einer Gebietsreform darstellen kann.