Menschen im Verein
Schalkenmehren · Der Angel Verein (AV) Schalkenmehren 1960 ist für Martin Schmitt aus dem Drei-Maare-Dorf ein "Stück Heimat", denn ein Großteil seiner Freizeit verbringt er beim Angeln von seinem Boot aus am Schalkenmehrener Maar. Bei der Wahrnehmung seines Haupthobbys arbeitet er ehrenamtlich seit Jahrzehnten für den AV im Vorstand.
Schmitt zählt mittlerweile zum Inventar des Vereins, in den er schon 1966 eingetreten ist, und er ist auf kuriose Weise Petrijünger geworden. Er begleitete seinen Berufskollegen Hermann Schäfer zum Angeln ans Maar, und mit dabei war auch Edmund Neroth. Wenn die Maarfische keine Beißlust zeigten, spielte das Trio Skat, wurden aber Fische gefangen, war Anstreicher Schmitt Feuer und Flamme. Bald hatte er Angelruten und Angelschein. Außerdem gehörten auch seine Schwiegereltern Toni und Anneliese Kaster zu den Angelfreunden, und sie animierten den Naturfreund zusätzlich zum Fischfang. In den 80er Jahren war er acht Jahre Jugendwart, begeisterte eine zehnköpfige Rasselbande für den Umgang mit der Stip- oder Wurfrute. "Heute haben wir Nachwuchssorgen und nur noch zwei Nachwuchsangler im Verein", bedauert der Rentner, der seit vier Jahren als Vorsitzender den AV führt. Fast jeden Tag ist er am Gewässer und weiß genau, was am und im See läuft, und mit seiner 48-jährigen Vereinserfahrung kann der AV wertvolle, vielfältige Arbeit leisten. Die Kontrolleure verrichten hervorragenden, freundlichen Dienst, Gastangler erhalten wertvolle Ratschläge, in Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Günter Schmitz und Kassenwart Bernd Lenerz werden Hegefischen, Gewässerreinigen und Stegebau durchgeführt. Der Bootsverkehr ist in Zusammenarbeit von Sigi Kmitkowski und zwei Junganglern bestens geregelt, Regelungen hinter denen auch der Vorsitzende steht. Mit seinem Vorstand ruft der 70-jährige Versammlungen für die etwa 65 Mitglieder ein, und er hat auch seinen Enkel Michael zum Angeln "erzogen", der bereits als kleiner Knirps begeistert die "Hungerpeitsche" ins Maar hielt. Seine Frau Elli "gönnt" ihm das intensive Hobby und meint: "Ich bin tolerant, denn das Tun Martins interessiert mich kaum !" Für die Zukunft hat er als Vereinschef einen Wunsch: "Der Verein und sein Umfeld sollen die momentane Ordnung beibehalten, denn wir können fruchtbare Arbeit leisten im Sinne der Gemeinschaft und des Fremdenverkehrs." Wenn es ihn nicht zum Gewässer in die Natur zieht, hat er eine interessante, weitere Freizeitbeschäftigung, denn aus Sperrholz schnitzt er unzählige Figuren und Skulpturen. Seine Wohnung ist entsprechend geschmückt. bs