Mieten für die Markthalle steigen - Hillesheimer Stadtrat beschließt höhere Gebühren

Mieten für die Markthalle steigen - Hillesheimer Stadtrat beschließt höhere Gebühren

Nach der umfangreichen Sanierung der Viehmarkthalle in Hillesheim und den dabei aufgelaufenen Mehrkosten von 300 000 Euro müssen Veranstalter demnächst tiefer in die Tasche greifen. Einheimische Vereine bleiben von der Regelung für zwei Jahre verschont.

Hillesheim. "Ohne die Hilfe der Vereine beim Umbau der Markthalle hätte die Stadt viel mehr Geld ausgeben müssen", sagt Bürgermeister Matthias Stein (CDU) bei der letzten Stadtratsitzung des Jahres. "Dadurch haben wir richtig gespart." Seine Empfehlung zum Beschluss des Rates über eine neue Gebührenordnung laute daher, diejenigen Hillesheimer Vereine, aus deren Reihen die vielen freiwilligen Helfer stammten, von der Mieterhöhung auszunehmen. "Das gilt für die kommenden zwei Jahre, in denen wir genau beobachten sollten, wie sich die Vermarktung des Gebäudes nach der Generalsanierung entwickelt", sagt Stein. Der Beschluss des Stadtrats zur Anpassung der Miete für die Halle erfolgt einstimmig, auch der Preisnachlass für örtliche Vereine findet volle Unterstützung. Damit ist lediglich klar, dass die Stadt für die Bereitstellung der Halle zukünftig mehr Geld verlangt (siehe Extra). Um wie viel die Miete genau steigen soll, wird erst noch im Marketing-Ausschuss der Stadt festgelegt.
"Das sollte möglichst schnell geschehen - am besten zum Jahresanfang 2016, damit keine Verwirrung bei den Interessenten aufkommt", wünscht sich SPD-Fraktionssprecher Fritz Thiel. Auch etwaige Preisnachlässe bei eintägigen Kulturveranstaltungen sollten möglich bleiben, fordert die FWG-Fraktion. Das letzte Wort dabei soll der Bürgermeister haben. "Im Einzelfall können wir dazu Gespräche führen", sagt Matthias Stein. "Doch die Markthalle wird es nicht zum Nulltarif geben.""Faire Regelung"


CDU-Fraktionssprecher Stephan Hoffmann hatte während der Sanierung der Markthalle die Mitarbeit der Vereine koordiniert. "Wir sind mit dieser Regelung mehr als zufrieden", sagt Hoffmann, der auch in Zukunft die Betreuung des Gebäudes ehrenamtlich übernimmt. Es sei fair, die freiwilligen Helfer von der Mieterhöhung auszunehmen - ein Dankeschön, das die Vereine gerne annehmen würden.
"Insgesamt haben wir rund 380 Stunden Arbeit geleistet, auch unangenehme, wie das Ausstemmen des alten Hallenbodens." Beim Umbau hätten alle die Ärmel hochgekrempelt, sagt Hoffmann: "Ob Feuerwehr, Pfadfinder, Karnevals-, Musik-, oder Oldtimer-Verein - alle waren beteiligt." Seiner Meinung nach bringe die brandneue Ausstattung der Halle für Veranstalter auch eine Kostenersparnis: "Auf der einen Seite wird zwar die Miete erhöht", sagt Hoffmann. "Doch nun muss nicht mehr ein Heizgebläse oder zusätzliche Beleuchtung für teures Geld geliehen werden." Auch der neue, ebene Hallenboden und die nun ausreichend vorhandenen Strom- und Wasseranschlüsse ersparten den Veranstaltern viel Arbeit und damit Geld.
Die Markthalle, in der jährlich bisher etwa 25 Veranstaltungen laufen, sei nach der Sanierung sicherlich noch gefragter. "Ein modern ausgestattetes Gebäude in dieser Größenordnung ist in der Region ein Alleinstellungsmerkmal", ist sich Hoffmann sicher.Extra

Bisher hat die Stadt Hillesheim jährlich 26 000 Euro Miete für die Viehmarkthalle eingenommen. Laut Stadtbürgermeister Matthias Stein (CDU) sollen es künftig "35 000 bis 40 000 Euro" werden. Für eine gewöhnliche Veranstaltung zahlen einheimische Vereine 750 Euro Miete - dieser Betrag soll in den kommenden zwei Jahren nicht weiter erhöht werden. Bei der Kirmes lag die Miete bei 1000 Euro, bei einem gastronomischen Event bei 1250 Euro. Der künftige Beitrag für Auswärtige soll laut Stein "um 30 bis 40 Prozent angehoben werden - auf 1500 bis 1600 Euro". mh