Millionen Berliner kommen aus der Eifel

DAUN. Zwei Gründe zum Feiern hat die Dauner Landbrotbäckerei: Die Firma besteht seit 50 Jahren, und die neue Verladehalle ist fast fertig. Am Samstag werden der Neubau und der Betrieb im Alten Weg mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt.

Seit 50 Jahren ist die Dauner Landbrotbäckerei Theo Engelberth in der Kreisstadt ansässig und beschäftigt heute je nach Saison zwischen 150 und 200 Mitarbeiter. Begonnen hat alles 1953 in der Bahnhofstraße in Daun.Das Düsseldorfer Unternehmen Engelberth war auf der Suche nach einem Standort in Eifel und fand diesen in Daun. Schon nach kurzer Zeit war es am ersten Standort aber zu eng, und das Gebäude am "Alter Weg" wurde gebaut.Große Discounter sind die Hauptkunden

Heute werden in der Woche 100 Tonnen Mehl verarbeitet. Pro Tag werden 7000 Ein-Kilo-Brote und etwa 110 000 Brötchen gebacken. Doch nicht nur Brot, auch Berliner, Donuts und andere süße Sachen werden produziert. In der Karnevalszeit laufen täglich bis zu 450 000 Berliner von den Bändern. Damit gehört die Bäckerei mit zu den Marktführern in Deutschland.Das schlägt sich auch im Energieverbrauch nieder. 15 000 Liter Heizöl werden wöchentlich im Werk gebraucht, und die 30 Auslieferungsfahrzeuge, die bis in die Räume Saarbrücken, Düsseldorf, Frankfurt und Gießen fahren, verbrauchen in der Woche rund 9000 Liter Diesel.Hauptkunden sind Aldi und Norma. Etwa 200 Filialen der Discounter müssen täglich beliefert werden. Als "Standortsicherung" ist das jüngste Vorhaben des Unternehmens überschrieben. Die neue Verladerampe ist fast fertig. In Zusammenarbeit mit der Stadt wurde das Projekt geplant. "Unsere Aussage war klar: Wir wollen den Standort Daun erhalten, wenn es uns möglich gemacht wird. Und das hat die Stadt mit der Ausweisung des Gebiets als Gewerbegebiet getan", erklärt Betriebsleiter Josef Grewe.Zusätzlich bekommt das Unternehmen eine direkte Anbindung vom Standort an die Umgehungsstraße B 257/ B 421. Mit diesem Vorhaben soll das Verkehrsaufkommen der Landbrotbäckerei in der Gartenstraße und im Alten Weg halbiert werden. Der Bau soll im Frühjahr beginnen.Ist dieses Projekt umgesetzt, kann auch die Kapazität der neuen Verladehalle mit acht Anfahrplätzen voll ausgeschöpft werden. Bislang wurden maximal drei Fahrzeuge in der Halle beladen, was lange Stand- und Wartezeiten sowie ständigen Rangierbetrieb in der engen Halle zur Folge hatte. Ein weiterer Vorteil: Da nun bis zu acht Fahrzeuge gleichzeitig beladen werden können, reduziert sich die tägliche Verladezeit um zwei Drittel.Der Neubau hat eine Fläche von 763 Quadratmeter und kostete rund 700 000 Euro. An weitere Veränderungen am Standort Daun ist nicht gedacht. "Wir haben die räumlichen Voraussetzungen fast ausgeschöpft, die hier möglich sind. Wenn wir jetzt noch wachsen wollen, müssen wir dies innen tun, etwa durch kompaktere Maschinen wie Ofensysteme mit mehr Backfläche und Platz sparende Arbeitsprozesse", erläutert Betriebsleiter Grewe.Wer sich die Großbäckerei einmal näher anschauen will, hat dazu Gelegenheit beim Tag der offenen Tür am Samstag, 6. Dezember, ab 13 Uhr.

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