Mindestens auf ewig

Vor einigen Tagen habe ich versucht, den Verbandsgemeinde-Bürgermeister meines Vertrauens zu sprechen. Aber keine Chance, er hatte einfach keine Zeit für mich. Termine, Termine, Termine - so war es zumindest aus dem Chef-Vorzimmer zu erfahren.

Von wegen Termine: Ich glaube, unsere mächtigen Provinzfürsten (und -fürstin, versteht sich) haben es ein paar Tage richtig krachen lassen, nachdem der Innenminister den Verbandsgemeinden eine Bestandsgarantie mindestens auf ewig gegeben hat. Bei einer Verwaltungs-Reform (oder wie das Kind letztendlich heißen mag) werde an Orts- und Verbandsgemeinden nicht gerüttelt, verkündete der Minister unlängst. Welch eine Perspektive für die Herren (und die Dame) Verwaltungschefs! Sind sie doch im allerbesten Alter und auf dem Zenit ihrer Leistungsfähigkeit, die ja mindestens noch 20 Jahre währt, wenn nicht länger. Aus einem solchen Amt mit Bestandgarantie will doch niemand mehr weg. Nächster konsequenter Schritt: weg mit den unnötigen Urwahlen. Bürgermeister soll man arbeiten lassen, nicht alle paar Jahre mit solchen Petitessen belästigen. Von einer Bestandsgarantie der Kreise war allerdings nichts zu hören. Was es der Dauner Kreis-CDU nicht wirklich einfacher macht, einen Landrats-Kandidaten zu finden. 2007 gewählt werden, und 2010 - geht es nach dem Willen des rheinland-pfälzischen Städtetags - ist der Landrat (wie auch immer er/sie heißen mag) gemeinsam mit dem aufgelösten Landkreis Vulkaneifel nur noch eine Fußnote der Verwaltungsgeschichte. Wer tut sich das denn freiwillig an? Ich jedenfalls nicht, versprochen!

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