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Fastnacht: „Mir sin su stolz ob Escheld“

Fastnacht : „Mir sin su stolz ob Escheld“

Man nehme eine Predigt über die Redewendung „eine Schraube locker haben“ und kölsche Lieder mit Lokalkolorit, gebe Blau-Weiß als die Farben der „Narrenzunft“ Uersfeld (Escheld) hinzu. Und feiere den ersten Karnevalsgottesdienst in der Vereinsgeschichte.

 Humor habe auch mit gesunder Selbsterkenntnis zu tun, meint Pfarrer Ulrich Apelt in seiner Predigt in dem Gottesdienst mit Funkengarden und Elferrat in Blau-Weiß und den zumeist bunt kostümierten Pfarrangehörigen in den voll besetzten Bankreihen. Der Geistliche sagt mit Blick auf die „etwas verrückt oder nicht ganz bei Verstand sein“ bedeutende Redewendung: „Wir haben doch alle mindestens eine Schraube locker“. Doch nur, wem die eigene „lockere Schraube“ bewusst sei, dürfe über die der Mitmenschen lachen, mahnt er.

Und wie man die lockere Schraube wieder fest bekomme? „Das ist ganz einfach nach den Worten Jesu: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, erklärt Pfarrer Apelt. Am Ende werden ihm von Thomas Göbel (Vereinsvorsitzender) und Franz-Josef Jax (Sitzungspräsident) der blau-weiße Schal der Narrenzunft und der Orden der Session 2020 verliehen.

  Eine weitere Säule des Karnevalsgottesdienstes ist die Musik – von Sebastian Klasen (Müllenbach) an der Orgel und Helmut Wagner (Herresbach) mit  Trompetenklängen sowie vom Gesangsduo Franz-Josef Jax (Kötterichen) und Hans Schlüter (Höchstberg) mit kölschen Liedern. Ursprünglich stammen diese Lieder von den „Bläck Fööss“ und den „Räubern“. Nun passen sie auf Escheld (Uersfeld), Rettat (Retterath), Jondert (Gunderath) und die anderen Dörfer im „Kelpa“ (Kelberger) Land und sind dem „Nostalgikum“ und dem „Makles Boom“ als besonderen Orten der Heimat gewidmet. Und natürlich dem Karnevalsverein „Narrenzunft Blau-Weiß 1978“. Denn „Blau on weiß, dat is su schön“ und „Mir sin su stolz ob Escheld“, lauten Liederzeilen.