1. Region
  2. Vulkaneifel

Mit 23 Jahren Chef der Gemeinde

Mit 23 Jahren Chef der Gemeinde

Nur eine kurze Vakanz an der Spitze des Dorfes hat es in Gunderath (Verbandsgemeinde Kelberg) nach dem beruflich bedingten Rücktritt von Markus Theisen gegeben. Nick Radermacher wurde zum Nachfolger gewählt und ist nun mit 23 Jahren der jüngste Ortsbürgermeister im Landkreis Vulkaneifel.


Gunderath. Dass Nick Radermacher ehrgeizig ist, hat er auch beruflich schon unter Beweis gestellt. Denn der gelernte Straßenbauer hat es inzwischen zum Vorarbeiter in seiner Firma gebracht.
Und als er im Herbst 2015 erfuhr, dass der seit 2009 amtierende Ortsbürgermeister Markus Theisen zum Jahresende aus beruflichen Gründen zurücktreten und auch der Beigeordnete Helmut Marx berufsbedingt nicht zur Verfügung stehen werde, konnte Nick Radermacher sich durchaus vorstellen, in Theisens Fußstapfen zu treten. Das meine er sogar wörtlich, sagt der 23-Jährige im TV-Gespräch.
"Ich möchte zunächst einmal die Projekte, die Markus auf den Weg gebracht hat, fortführen und so in meine neue Aufgabe hineinwachsen", erklärt er mit Blick auf die Umstellung der Ortsbeleuchtung auf LED, auf die Anlage des neuen Dorfplatzes im Rahmen des von seinem Vorgänger durchgesetzten Dorferneuerungskonzepts, auf neue Ortseingangsschilder, auf den Breitbandausbau, auf gemeinsame Projekte mit dem Ferienpark Center Parcs Eifel und der Touristik GmbH Oberes Elztal.
Was ihn in seiner neuen Aufgabe bestärke, sei das einstimmige Wahlergebnis vom 29. Februar und die Zusage der Unterstützung durch seine beiden Vorgänger (und Nachbarn) Burghardt Hamel (der von 1997 bis 2009 Ortsbürgermeister war) und Markus Theisen. Auch der Beigeordnete Helmut Marx und die fünf weiteren Mitglieder des Ortsgemeinderates stünden ihm mit Rat und Tat zur Seite, betont Nick Radermacher. Apropos Tat: Die Fundamente für die neuen Dorflaternen hat der Straßenbauer kürzlich selbst gemacht. "Ich hab's ja gelernt", sagt er lachend.
Der junge Ortsbürgermeister lebt noch bei seinen Eltern Thomas und Mieke Radermacher. 2007 war die Familie von Uersfeld in den Geburtsort von Thomas Radermacher umgezogen. Nun steht ihr Sohn an der Spitze des Dorfes mit etwa 120 Einwohnern. "Erst mal für die zwei Jahre bis zur nächsten Kommunalwahl", sagt er - "dann sehen wir weiter." bb