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Mit Berni nach Karlsruhe

Mit Berni nach Karlsruhe

Bei den deutschen Wettkämpfen für geistig- und mehrfachbehinderte Sportler (Special Olympics) nehmen erstmals Schüler des Dauner Förderzentrums teil. Schüler und Eltern freuen sich auf das Großereignis in Karlsruhe.

Daun. "Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben!" Getreu diesem Special-Olympics-Eid gehen die sechs Jugendlichen vom St. Laurentius-Förderzentrum an die Herausforderung heran. Christina Romes (14) aus Reimerath sagt: "Ich finde die Wettkämpfe gut, weil ich zeigen will, was ich kann." Auch Sarah Haas fühlt sich gut vorbereitet: "Wir trainieren fleißig. Das Brustschwimmen macht mir am meisten Spaß." Gemeinsam mit Michael Schmengler nimmt sie an den Schwimmwettkämpfen teil. Die beiden 15-Jährigen aus Steinborn gehören seit zwei Jahren zur Schulschwimm-Mannschaft. Sportlehrerin Sabine Jördens meint: "Ich rechne den Beiden gute Chancen aus." In einem Extra-Training werden die speziellen Anforderungen für die Special-Olympics-Wettkämpfe eingeübt, wie beispielsweise das beidhändige Anschlagen am Beckenrand beim Brustschwimmen. Die anderen vier Förderschüler nehmen vom 16. bis 21. Juni an den wettbewerbsfreien Spielen teil. Jördens: "Bei der ersten Teilnahme wollen wir langsam anfangen. Immerhin treten insgesamt 3600 Athleten gegeneinander an." Laura Disch aus Gillenfeld freut sich schon aufs Springen. Die 13-Jährige erklärt: "Ich übe zu Hause ganz viel Seilspringen." Für Alexander Berlingen aus Hinterweiler stehen Leichtathletik-Disziplinen im Vordergrund. Der 15-Jährige weiß: "Ich bin richtig gut im Laufen und spiele schon lange beim FC Kirchweiler im Sturm." Er nimmt als Glückbringer "Berni", das Maskottchen seines Lieblingsclubs FC Bayern mit. Sebastian Klein vertraut als Glücksbringer eher auf seine Kette mit einem Kreuz als Anhänger. Der 15-Jährige aus Manderscheid sagt: "Ich freue mich riesig". Ebenso wie die Eltern. Sie haben fast alle ihre Teilnahme an der Eröffnungsfeier in Karlsruhe zugesagt. Neben Sportlehrerin Jördens werden Tanja Hallebach und Uschi Umbach das Dauner Team begleiten. Jördens: "Für Unterkunft, Verpflegung und Fahrt gibt das Schulbudget nichts her." Mit Präsentationsmappe auf Sponsorensuche

Sie erstellte eine Präsentationsmappe und ging auf Sponsorensuche. Ihr Resümee: "Beeindruckend, wie das geklappt hat. Alle Kosten sind gedeckt. Großen Dank an alle." Anfang April erhält das Team einen 1400-Euro-Scheck vom Verein zur Jugendarbeit. Die Ansprüche sind keineswegs luxuriös. Die Neuner-Riege passt in den Schulbus. Der Bus muss mit, weil das Team in einer Ferienwohnung, 40 Kilometer entfernt vom Stadion, die fünf Tage verbringen wird.