1. Region
  2. Vulkaneifel

Mit den Enten schwimmen

Mit den Enten schwimmen

Die Maare sind das Markenzeichen der Vulkaneifel. Ihre Entstehung liegt schon Tausende von Jahren zurück. Heute dienen sie als Naturfreibäder. Im zweiten und letzten Teil einer Serie stellt der TV zwei weitere der Gewässer vor, in denen Schwimmer mit den Enten ins Wasser steigen können. Heute geht es um das Meerfelder und das Gemündener Maar.

Meerfelder Maar: Er taucht ab, verschwindet im Wasser. Dann erscheint sein Kopf wieder an der Oberfläche des Meerfelder Maars - genau in der Mitte seines großen Schwimmreifens. Tauchen, schwimmen, paddeln - das ist für Matthias Effertz (8) und seinen Bruder Benedikt (11) aus Trier ein tolles Ferienvergnügen. Seine Eltern Markus und Anita schauen vom Maarufer aus zu. "Mir ist das ein bisschen zu kalt", sagt Anita Effertz. Ihre Füße taucht sie dennoch ins Maar.

Dabei ist das Wasser hier an heißen Tagen bis zu 25 Grad warm. Heute, an einem eher bedeckten Tag, sind es um die 21. Warm genug für ihre Söhne. "Man muss sich nur dran gewöhnen. Dann ist es toll", sagt Matthias. Toll finden seine Eltern die ganze Umgebung: "Meerfeld ist klein und gemütlich, gut zum Erholen."

Auch das Maar soll sich erholen, es steht unter Naturschutz. Baden und Bootfahren sind nur in einer bestimmten Zone erlaubt. Deshalb, so Ortsbürgermeister Karl Weiler, gebe es auch starke Beschränkungen bei der Ausstattung des Bads und der Nutzung. Sprungtürme beispielweise sind nicht erlaubt. Und er ergänzt: "Das Wasser im Maar hat eine hervorragende Qualität, fast so gut wie Trinkwasser."

Gemündener Maar: Marion van Dijk will nicht ins Wasser. Die Niederländerin sitzt lieber auf der Bank und fotografiert ihren Mann und ihre Kinder beim Schwimmen. "Das ist eine sehr schöne Umgebung", sagt sie. Mit dieser Feststellung ist sie nicht allein. Der üppige Wald scheint steil ins Wasser zu fallen und spiegelt sich in der glatten Oberfläche des Maars. Ein beruhigender Anblick.

Außer, wenn gerade einer der Besucher vom Turm springt. Wer sich traut, wagt sogar den Fall ins Wasser aus 7,50 Metern. Aber auch Fünf- oder Drei-Meter-Sprünge sind möglich. "Das unterscheidet uns von anderen Maarfreibädern", sagt Schwimmeister Uwe Brand.

Aber das Bad am mit Wasser gefüllten, 45 Millionen Jahre alten Vulkankrater hat noch mehr zu bieten - unter anderem eine große Liegewiese. Sie wird auch von Musikfans genutzt: Beim Festival "Klassik auf dem Vulkan" tummeln sich hier - wenn das Wetter mitspielt - abends die Zuhörer: das nächste Mal am Samstag, 14. August, ab 20.30 Uhr, wenn Giora Feidmann spielt. Dann wird freilich nicht geschwommen. Ein Schwimmeister muss daher auch nicht anwesend sein - im Unterschied zum normalen Badbetrieb.