Mit Spannung erwartet

Großes öffentliches Interesse im Gerolsteiner Land und darüber hin-aus wird der Prozess gegen die beiden ehemaligen Amtsleiter im Gerolsteiner Rathaus hervorrufen. Mit besonderer Spannung zu erwarten sind dabei vor allem zwei Auftritte: Erstens der von Ex-Bürgermeister Adolf Rodermann.

Schließlich war er es, der seinen ehemaligen Mitarbeitern den vorzeitigen Gang in den Ruhestand fürstlich entlohnte. Dafür ist er bereits belangt worden und hat - nach anfänglichem Widerstand - den Strafbefehl über 9000 Euro bezahlt. Das hat nicht nur seinen Geldbeutel erleichtert: Er muss dafür nicht vor vermutlich vielen Zuschauern auf der Anklagebank Platz nehmen, sondern nur im Zeugenstand. Wie er dort aussagt, dürfte ebenfalls interessant werden: Verteidigt er sein Vorgehen damit, dass er nur das Beste für die Gemeinde wollte, stellt er gleichzeitig seinen ehemaligen Mitarbeitern ein miserables Zeugnis aus. Stellt er sich schützend vor das Duo, ist auch seine moralische Integrität beschädigt. (Finanziell hat er seine Schuld ja bereits eingestanden.) Der zweite Höhepunkt dürfte der Auftritt von Klaus Jansen werden. Der ehemalige Büroleiter galt als besonders einflussreich im Rathaus, und von Seiten der Angeklagten war im Vorfeld immer wieder zu hören, dass sie sich bei der "Ruhestandsregelung" auf sein Wort verlassen hätten. m.huebner@volksfreund.de

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