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Mit starken Nerven auf einen guten Platz

Mit starken Nerven auf einen guten Platz

Nina Ehlen aus Hörscheid arbeitet zurzeit als Sportmanagerin und Trainerin der Voltigier-Nationalmannschaft in Swasiland im Süden Afrikas. Aus ihrer Mannschaft hat sich Viki Dlamini qualifiziert, und ihn betreut die 24-Jährige nun bei der ersten Junioren-Weltmeisterschaft (WM) vom 5. bis 9. August im niederländischen Ermelo. Der Trierische Volksfreund sprach mit den Beiden beim Besuch in der Eifel.

Wie kommt das denn: Eine junge Frau aus Hörscheid trainiert die Voltigier-Nationalmannschaft Swasilands und führt einen Jungen zur WM? Nina Ehlen lacht auf diese Frage, als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt. Sie erklärt: Nach dem Abitur am Thomas-Morus-Gymnasium in Daun (2010) absolvierte sie eine Duale Ausbildung zur Tierarztfachangestellten an der Universität in Pretoria/Südafrika. Das Diplom hatte sie nach zwei Jahren in der Tasche. Doch wegen eines interessanten beruflichen Angebots verschob sie die Rückkehr nach Deutschland erst mal.
In Südafrikas Nachbarstaat und Königreich Swasiland übernahm sie Anfang 2014 das Sportmanagement der "Rising Star Foundation", eine Stiftung zur Förderung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen durch Reit- und Voltigiersport. Etwa zwei Dutzend Vier- bis 20-Jährige trainieren seither regelmäßig mit Nina Ehlen, die selbst von Kind an voltigierte.

Tanz und Akrobatik

Das Schöne am Voltigieren sei die Verbindung von Tanz und Akrobatik im Zusammenspiel mit dem Pferd, sagt die heute 24-Jährige. Sie war von 1994 bis 2004 beim Reit- und Fahrverein Daun und von 2005 bis 2011 bei der Voltigierabteilung des Turn- und Wintersportvereins Adenau. Drei Mal nahm sie während dieser Zeit mit ihren Mannschaften an Deutschen Meisterschaften teil.

Die Vorbereitung auf die erste Voltigier-Junioren-WM findet für die Nationalmannschaften aus Swasiland und Südafrika beim Voltigierverein Köln-Dünnwald statt.
Bei der WM in Ermelo/Niederlande vom 5. bis 9. August streiten etwa 150 Teilnehmer aus 20 Nationen von vier Kontinenten um die Titel. "Viki Dlamini ist sehr talentiert", bescheinigt Nina Ehlen dem 18-Jährigen, der sich als Einziger aus der Swasiland-Nationalmannschaft für die WM qualifizierte. "Ich hoffe, dass er starke Nerven zeigt. Dann kann er einen guten Platz erreichen", meint sie als seine Trainerin.

Viki Dlamini betreibt den Voltigiersport seit sechs Jahren. "Ich bin sehr froh, dass die Stiftung es mir ermöglicht, denn meine Eltern könnten es nicht finanzieren", erklärt er. Dass er zur WM-Vorbereitung nach Deutschland reisen und an der WM in den Niederlanden teilnehmen darf - "Das ist cool", sagt er und strahlt über das ganze Gesicht.