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Mit Zusammenhalt zum Sieg

Mit Zusammenhalt zum Sieg

Bodenbach heißt das Siegerdorf beim Kreisentscheid zum Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Den zweiten Preis hat sich Basberg erarbeitet.

Bodenbach "Das ist toll, dabei haben wir uns genau so gezeigt, wie wir auch sind, nämlich eine tolle Dorfgemeinschaft, die komplett dahintersteht", sagt Ortsbürgermeister Thorsten Krämer in seiner ersten Reaktion auf den Sieg von Bodenbach (VG Kelberg) beim Kreisentscheid zum Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Ähnlich reagiert auch Franz-Josef Diederichs, Ortsbürgermeister vom zweiten Siegerort Basberg (VG Hillesheim): "Wir hatten eine ganz tolle Unterstützung von allen aus dem Dorf. Die waren wirklich sehr engagiert und haben beigetragen, dass wir uns bestmöglich präsentieren konnten." Für den jungen Bodenbacher Ortsbürgermeister Krämer (34), der seit drei Jahren für die Geschicke seines Dorfes verantwortlich ist, zählt vor allem das Miteinander: "In den letzten Monaten ging so ein richtiger Ruck durchs Dorf. Das Wir-Gefühl wurde unwahrscheinlich gestärkt." Darauf will die Gemeinde jetzt aufbauen. So soll der Arbeitskreis, der den Dorfwettbewerb vorbereitet hat, sich weiter treffen und Ideen entwickeln. Als Beispiele nennt Krämer eine Mitfahrerbank, die im Ort aufgestellt werden soll und allen, die nicht selbst mobil sind, die Möglichkeit bietet, eine Mitfahrgelegenheit zu finden. Außerdem sollen die Chancen, die sich durch Dorferneuerungsmaßnahmen oder andere Fördermöglichkeiten auch für Privatleute bieten, bekannt gemacht und unterstützt werden. "Wenn wir das Miteinander beibehalten, wie es sich jetzt zeigt, ist das perfekt", betont Krämer. Ganz wichtig für den Ort mit 222 Einwohnern seien die Vereine, wobei sich neben der Feuerwehr mit Jugendwehr, der Dorfjugend und den Möhnen zeigt, dass Bodenbach ein musikalisches Dorf ist: Der Männergesangsverein, der Kirchenchor und der Musikverein halten kulturelle Traditionen aufrecht. Auffallend bei der Dorfbegehung der Kreiskommission war, dass der Musikverein bei seinem Begrüßungsständchen vor dem Bürgerhaus nicht nur mit Alphornbläsern aufwarten kann, sondern vor allem viele junge Leute dazugehören. Für Basberg sieht Ortsbürgermeister Diederichs die Stärken im Zusammenhalt und darin, dass "bei fast allen Aktionen die Kinder im Mittelpunkt stehen." Von den 90 Einwohnern des kleinen Ortes sind 23 unter 18 Jahre jung. "Bei uns wird alles gemeinschaftlich angepackt, wir versuchen, jeden mit ins Boot zu holen, damit wir alles als Gemeinschaft tragen", betont Diederichs. Beide Siegergemeinden sehen sich für die Zukunft gut aufgestellt und bereiten sich jetzt auf die nächste Stufe im Wettbewerb vor, den Bezirksentscheid Ende Mai oder Anfang Juni, bei dem sie als Vertreter des Landkreises antreten werden.KommentarMeinung

 Auch in Basberg zählt die Gemeinschaft. Der Ort ist Zweiter im Kreisentscheid. Foto: privat
Auch in Basberg zählt die Gemeinschaft. Der Ort ist Zweiter im Kreisentscheid. Foto: privat Foto: (e_daun )

Euphorie aufrechterhalten!Glückwunsch an die Bodenbacher und Basberger, die nicht erst bei diesem Dorfwettbewerb bewiesen haben, dass sie gemeinsam etwas auf die Beine stellen können. Doch nicht nur sie sind Gewinner, sondern alle Teilnehmer des Dorfwettbewerbs. Was da in den vergangenen Wochen und Monaten von unzähligen Gemeindevertretern und "einfachen" Bürgern an Energie aufgewendet wurde, um neue Ideen für die Heimatgemeinde zu entwickeln, ist toll. Jetzt gilt es, diese Euphorie aufrechtzuerhalten und die Ideen sowie Tipps der Kommission in konkrete Projekte umzuwandeln. Die Arbeit geht jetzt erst richtig los! Und: Es lohnt sich! m.huebner@volksfreund.de