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Mobilfunkmast in Manderscheid kommt nun auf Privatgelände

Mobilfunk : Mobilfunkmast kommt nun auf Privatgelände

Stadtrat Manderscheid will mit Anbieter sprechen.

Hitzig war das Gespräch mit den beiden Vertretern der Firma Vodafon nicht, wohl aber ernüchternd. Denn einen Mobilfunkmast wird die Firma Vodafon bauen. Wenn nicht auf Gelände der Stadt, dann auf einem Privatgrundstück.

Die Firma ist vor einigen Monaten an die Stadt herangetreten und hat nach Gelände gefragt, auf dem sie einen Mast aufstellen kann. Sie wollten zunächst am Ortseingang, was der Rat abgelehnt hat, dann haben sie in der Nähe des Sportplatzes einen Standort favorisiert, der dem Rat aber zu nah an der Wohnbebauung war. In einer der vergangenen Sitzungen baten die Ratsmitglieder den Stadtbürgermeister, er solle einen Vertreter der Firma in die Sitzung einladen, damit man Infos aus erster Hand bekomme. Das ist in der Sitzung geschehen.

Zwei Vertreter der Firma waren da. Sie erklärten, dass es ein Gitternetzmast werden soll, der elf Meter Durchmesser hat und etwa 40 Meter hoch sein soll. Sie würden gerne in der Nähe des Sportplatzes bauen, aber wenn das nicht gewollt sei, würden sie sich privat umsehen, was sie auch schon getan haben.

Das Thema Gesundheitsschäden, die durch die von den Masten ausgehende Strahlung entstehen könnten, wurde schnell abgehandelt, denn das Thema sei sehr emotional, so der Vertreter von Vodafon. Sie würden sich an die gesetzlichen Vorgaben zum Gesundheitsschutz halten, die vom Gesetzgeber vorgegeben seien. „Man soll sich nicht über einen längeren Zeitraum, zwischen fünf und sieben Metern um die Antenne aufhalten, sei eine Empfehlung“, sagte einer der  Mobilfunkvertreter.

Für den Stadtrat war wichtig zu klären, ob es nicht möglich sei, dass die Mobilfunkmastbetreiber mehr miteinander kooperieren, und nicht jeder Anbieter seinen eigenen Mast baut. Das sei schwierig, denn jeder Anbieter braucht Anbindung an sein Signal, die Statik der Türme gebe das nicht immer her und es geht auch um Gebühren und Zeit, denn „Wir bauen keinen Mast für uns, und warten dann, ob ein Mitbewerber auch daran anschließen will“, so einer der Vodafonvertreter.

Inzwischen wurden Gespräche mit Privatpersonen geführt, die eine Siedlung Richtung Bleckhausen haben, und der Firma ein Grundstück zur Verfügung stellen würden. Der Stadtrat, der darauf keinen Einfluss hat, akzeptiert das. Es wird aber noch etwa ein Jahr dauern, bis sich baulich etwas tun wird, so die zeitliche Einschätzung des Fachmanns.