Motorisierte Renngeschichte auf den Straßen

Daun · Die Eifel-Rallye ist Vergangenheit, es lebe das Eifel Rallye Festival! Vom 14. bis 16. Juli erwartet alle Fans historischer Rallyeautos ein wahrer Leckerbissen in der Vulkaneifel. Rund 140 Fahrzeuge aus fünf Jahrzehnten nehmen die Strecken der einstigen Eifel-Rallye unter ihre Reifen und zeigen Renngeschichte.

Oldies auf vier Rädern: Drei Tage röhren die historischen Flitzer durch die Vulkaneifel. TV-Foto: Helmut Gassen

Daun. Weg vom Rallyezirkus, hin zur Rallye-Party mit vielen Attraktionen und 140 legendären Rallyefahrzeugen, das ist das Ziel des Motorsportclubs (MSC) Daun, der das neue Eifel Rallye Festival vom 14. bis 16. Juli veranstaltet. Nachdem sich das Kapitel Deutsche Rallyemeisterschaft für die Organisatoren im vergangenen Jahr erledigt hat, stellte sich die Frage einer Fortführung der Eifel-Rallye. Herausgekommen ist das neue Kind mit Namen ADAC Eifel Rallye Festival.
"Wir haben uns zu dem jetzigen Weg entschlossen, und bei dem, was heute in der Deutschen Meisterschaft so läuft, haben wir genau das Richtige gemacht", meint Peter Schlömer, Vorsitzender des MSC Daun. 30 000 Zugriffe auf der Webseite www.eifel-rallye-festival.de in einem Monat zeigen, dass daran viel Interesse besteht. "Es gibt viel mehr Fans alter Rennfahrzeuge als solche, die nur neue sehen wollen. Es gibt unheimlich viele Anfragen von Leuten, die sich für die alten Rallyefahrzeuge interessieren, die sind regelrecht aus dem Häuschen. Deshalb glaube ich auch, dass mindestens genauso viele Zuschauer kommen wie sonst", sagt Schlömer.
Schirmherr ist Walter Röhrl



Die historischen Rallyefahrzeuge vom Schlage eines Audi Quattro, Alpine A 110, Opel Ascona 400, Porsche 911, Lancia Stratos, Fiat 124 Abarth Rallye, Opel Kadett GT/E oder Ford Escort RS 1800 sollen die Rennfans in eine längst vergangene Zeit entführen. Schlömer: "Was wir veranstalten, ist eine Demonstration und Ausstellung alter Rallyeautos. Wir präsentieren Rallyegeschichte von den Fünfzigern bis in die 90er Jahre. Und wo kann man noch 140 historische Rallyeautos, wobei noch 40 Originale und 30 Fahrzeuge der legendären Gruppe B dabei sind, sehen? Nirgendwo sonst".
Ein Teilnehmerfeld von 85 Fahrzeugen war ursprünglich geplant, dann wurde das Starterfeld auf 100 heraufgesetzt, jetzt sind es 140 Fahrzeuge, die Rallye-Geschichte zum Anfassen bieten sollen. "Von den vielen Anmeldungen sind wir echt überrascht worden. Es sind jetzt doppelt so viele Fahrzeuge, als es bei der alten Eifel-Rallye waren", freut sich Peter Schlömer.
Als Schirmherr des Eifel Rallye Festivals hat sich der zweimalige Weltmeister Walter Röhrl zur Verfügung gestellt. Der "Lange", so sein Spitzname, ist ein echter Sympathieträger und seit Jahren bei der Eifel-Rallye dabei. Röhrl wird während der Veranstaltung auch einige der Fahrzeuge, die er in seiner sportlichen Laufbahn bewegt hat, auf die Strecke bringen.
Aber auch ehemalige Rallye stars wie Harald Demuth, Sepp Haider oder Europameister Jochi Kleint werden zum Volant greifen und für spektakuläre Drifts sorgen. Es gibt sogar per SMS eine Zuschauerwertung für den schönsten Sound, den spektakulärsten Drift und das schönste Auto. Die Preise werden am Samstagabend vergeben.
Auf der Rallye-Meile in der Leopoldstraße vom St. Laurentiusplatz bis zum Kino wird viel geboten. "Es wird quasi wie Kirmessamstag sein mit einer Band, vielen Ständen, den alten Rallyefahrzeugen auf dem Marktplatz und einem Feuerwerk, das größer als das Kirmesfeuerwerk sein wird. Da kann jeder kommen, auch wer sich nicht für Rallye interessiert", sagt Peter Schlömer.
Für die Rallye-Meile wird die Leopoldstraße ab Freitag ganz gesperrt werden (siehe Extra). Am Donnerstag, 14. Juli, beginnt das Spektakel mit dem Shakedown in Neichen.
Freitag steht der Rundkurs Sarmersbach auf dem Programm. "Hier wird diesmal eine Runde mehr gefahren, die Zuschauer sehen die Oldies also drei Mal", erklärt Schlömer. Weggefallen ist die Strecke Vulkaneifel, auf dem Tourenplan ist wieder das Mantaloch bei Dreis. Am Samstag, 16. Juli, stehen dann die Strecken Risselberg, Demerath und Lehwald auf dem Programm.
Wegen des ADAC Eifel Rallye Festivals müssen Autofahrer von Donnerstag, 14. Juli, bis Sonntag, 17. Juli, mit Sperrungen und anderen Einschränkungen rechnen. Der Marktplatz und der Parkplatz am Kino in Daun stehen von Donnerstag bis Sonntag, 9 Uhr, nicht als Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die Einfahrt in die (obere) Leopoldstraße ist vom Kreisverkehr Bonner Straße/Trierer Straße her in der Zeit von Freitag bis Samstag, 22 Uhr, gesperrt. Die Einfahrt in die (obere) Leopoldstraße aus Richtung Gartenstraße ist ebenfalls von Freitag bis Samstag, 22 Uhr, nicht möglich. Die Regelung des Verkehrs an der Kreuzung Leopold-, Rosenberg- und Gartenstraße wird während der Zielankunft der Rallye-Fahrzeuge am Samstag von 17.30 bis 19.15 geändert. Die Autos aus der Gartenstraße und der Rosenbergstraße werden in die (untere) Leopoldstraße geleitet. Eine Durchfahrmöglichkeit von der Rosenbergstraße in die Gartenstraße und umgekehrt besteht nicht. Die zwei obersten Ebenen des Parkhauses stehen von Freitag, 8 Uhr, bis Sonntag, 9 Uhr, für das öffentliche Parken nicht zur Verfügung. Die unterste Ebene ist geöffnet.red