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Motorradsymposiums der Polizei in Wiesbaum

Verkehr : Sicher und stressfrei auf zwei Rädern

Die sechste Auflage des Eifeler Motorradsymposiums fand bei Kaiserwetter statt.

(red) Auf die körperlichen und fahrtechnischen Anforderungen der Motorradfahrer älteren „Semesters“ haben die Referenten beim Internationalen Eifeler Motorradsymposium in Wiesbaum ihre Schwerpunkte gelegt. Ausgerichtet vom Polizeipräsidium Trier wendet sich die Veranstaltung vorwiegend an die Gruppe älterer Motorradfahrer über 45 Jahre.

Die Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen sei überproportional hoch mit ihren Motorrädern an Verkehrsunfällen beteiligt, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Beim Symposium handelt es sich um einen Baustein der seit 2012 bestehenden gemeinsamen Verkehrssicherheitskonzeption „Motorradfahren in der Eifel – aber sicher“. Kooperationspartner sind die Polizeien der Länder Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden.

Die 65 Teilnehmerplätze waren schon lange im Vorfeld ausgebucht, und bei strahlendem Sonnenschein erlebten die Teilnehmer einen abwechslungsreichen Tag rund ums Motorradfahren.

Der Hauptorganisator, Polizeihauptkommissar Rolf Deviscour von der Polizeiinspektion Bitburg, hatte in enger Abstimmung mit den Kooperationspartnern Verkehrswacht Bitburg-Prüm, ADAC Mittelrhein, Dekra Trier und der Eifel Touristik ein kurzweiliges Programm zusammengestellt, in dem sich theoretische Impulse und praktische Übungen die Waage hielten.

Dr. Michael Offermann vom Klinikum Essen und Dr. Rajiv Aurora aus Bitburg beleuchteten in ihren Vorträgen die gesundheitlichen Risiken der Zielgruppe Ü 45 sowie das besonders relevante Thema „Stress beim Motorradfahren“.

Thomas Reuter, Leiter der Dekra Trier, referierte über neue technische Fahrhilfen in modernen Krafträdern und Wolfgang Gaida, ADAC Mittelrhein, sprach zum Themenkomplex Selbstüberschätzung, insbesondere von Wiedereinsteigern.

Polizeihauptkommissar Oswin Heinemann von der Verkehrsdirektion Euskirchen berichtete vom Spannungsfeld, das zwischen Motorradfahrern und dem Erholungsgebiet Eifel besteht. 

Pastoralreferent Hubertus Kesselheim setzte Impulse zur Ethik des Motorradfahrens. Im Anschluss daran bestand die Möglichkeit sein Motorrad segnen zu lassen.

Der Nachmittag stand im Zeichen der Praxis. Fahrlehrer aus dem Vulkaneifelkreis boten an sechs Stationen ein Fahrsicherheits- und Geschicklichkeitstraining der besonderen Art an. Die jeweiligen Gruppen wurden von Kradfahrern des Polizeipräsidiums Trier, der Polizei Nordrhein-Westfalens und der Niederlande angeführt.

Der gesamte Tag stand im Zeichen des Austauschs und der Möglichkeit zur Selbstreflektion, aber auch des Kontakts zwischen Polizei und Bürgern, hier konkret der Zielgruppe Motorradfahrer. Wie sagten mehrere Teilnehmer: „Das sollte man öfter machen.“