MSC Oberehe hat für Rallye Sicherheitskonzept noch einmal erweitert

Motorsport : „Wir überlassen nichts dem Zufall“

Nach dem Unfall beim Eifel-Rallye-Festival hat der MSC Oberehe vor der Rallye am Samstag sein ohnehin schon intensives Sicherheitskonzept noch einmal erweitert.

Drei Wochen nach dem Eifel-Rallye-Festival (ERF) und dem Unfall zum Auftakt der Veranstaltung, bei dem ein Rallyeauto in eine Zuschauergruppe gefahren war und sechs  Personen verletzt hatte, wird am kommenden Wochenende wieder Rallyesport in der Region geboten. Der Motorsportclub (MSC) Oberehe lädt dabei zum 48. Mal zu seiner Veranstaltung in der nördlichen Vulkaneifel ein. Das Zentrum des Rennens, das über sogenannte fest abgesperrte Wertungsprüfungen führt, ist die Stadt Hillesheim.

MSC-Vorsitzender Wolfgang Bürgel sagt, dass „wir in 47 Jahren Rallye Oberehe noch nie Zwischenfälle mit Zuschauern hatten“, bei denen deren Sicherheit gefährdet gewesen sei. Das betrachte man jedoch nicht als Freibrief. „Wir haben in den vergangenen Jahren unser Sicherheitskonzept in enger Abstimmung mit Fachleuten für diesen Bereich stetig verbessert“, betont Bürgel.  Nach jeder Rallye habe man „die Veranstaltung analysiert und eventuelle Schwachstellen im Sicherheitssystem abgestellt.“

Alle Zuschauerzonen und Strecken, sagt Bürgel, würden lange im Vorfeld der Rallye gemeinsam mit dem Sicherheitsbeauftragten des Deutschen Motorsportbundes (DMSB), dem  Leiter der Streckensicherung,  Peter Krieger (Wiehl) besichtigt. „Dann wird alles besprochen, dokumentiert und auch abgenommen.“

Peter Krieger, betont der Vorsitzende des MSC, sei kein Mitglied des Clubs. „Er ist beim DMSB Offizieller lizensierter  Leiter der Streckensicherung und dafür international ausgebildet.“ In direkter Absprache und Koordination mit Krieger würden das Sicherheitsbuch, die Notfallpläne, und eine eventuell notwendige Rettungskette erstellt. Bürgel: „Wir überlassen nichts dem Zufall, was die Sicherheit der Zuschauer angeht.“

Allerdings müssten sich die Besucher an den Wertungsprüfungen auch selbst an die  im Programmheft ausgedruckten Sicherheits-Hinweise und an die Anweisungen der Streckenposten halten. Zudem habe man in diesem Jahr für die Rallye über 100 zusätzliche Schilder angeschafft, um Sperrzonen auszuweisen. Das habe allerdings nichts mit dem bedauerlichen Unfall in Darscheid zu tun.

Im Gegensatz zu der Veranstaltung mit historischen Fahrzeugen rund um Daun wird bei der Rallye am Samstag ab 12 Uhr rund um Hillesheim, die am frühen Abend wieder beendet sein soll, auf Bestzeit gefahren. Da es sich jedoch um aktuelle Rallyefahrzeuge handelt und nicht um seltene Automobile, die man nur noch ganz selten zu sehen bekommt, wird  auch nur ein Bruchteil des Zuschaueraufkommens wie beim Eifel Rallye Festival rund um Hillesheim  vor Ort sein.

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