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Musik für Opfer der Flut: Lalamobil muss selbst gerettet werden

Kultur : Rettung in letzter Minute für das Lalamobil

Musikalische Hilfe vom Duo Piano&Voice und vom Rotary Club Daun gibt es für die Opfer der Flut. Eine Reihe von Benefizkonzerten sammelt Spenden.

Gemeinsam mit dem Rotary Club Daun sind Yvonne Cobau und Thomas Probst – alias Piano&Voice – auf Benefiztour für die Opfer der Flut. Das Duo tritt kostenlos auf und spielt ein Repertoire aus internationalen Hits, Musicalmelodien oder Jazz. Der Club sammelt derweil im Publikum Spenden für die Opfer der Flut.

Die Initiative dafür kam von den beiden Musikern, die einen guten Draht zu den Clubmitgliedern wie etwa Dirk Wingenter oder Sven Nieder haben. Ihr Impuls hat einen ganz besonderen und persönlichen Grund für die Benefizaktion: Das brandneue Lalamobil von Piano&Voice – eine mobile Bühne – stand zur Perfektionierung der Ausstattung bei einem Fachunternehmen in Schuld an der Ahr, als das Unwetter hereinbrach. Beinahe wäre es davongeschwemmt worden wie so vieles.

Wenige Meter trennten den Standort vom Wasser. „Für uns ist das Lalamobil als Auftrittsmöglichkeit gerade nach der Pandemie existenziell wichtig“, sagen Yvonne Cobau und Thomas Probst. „Dass wir es retten konnten, erfüllt uns mit tiefer Dankbarkeit.“

So kauften die beiden in der Vulkaneifel jede Menge Gummistiefel und Arbeitshandschuhe, machten sich auf den Weg nach Schuld, lieferten die Hilfsgüter vor Ort ab und konnten ihr unbeschädigtes Lalamobil zurück in die Heimat fahren. „Es war für uns wie ein Wunder, als wir erfuhren, dass es heil geblieben war. Und darum wollen wir es nicht bei der Spende von Arbeitsausstattung belassen, sondern wir geben unser ganzes musikalisches Können, um zu helfen.“  

Das erste öffentliche Benefizkonzert des Lalamobils mit Unterstützung des Rotary Clubs Daun findet am 1. August um 17 Uhr auf dem Laurentiusplatz in Daun statt.

Weitere – noch ohne festen Termin – folgen. Gebucht werden kann Piano&Voice im Rahmen der verfügbaren Termine auch von Firmen oder anderen Veranstaltern, die mit derartigen Konzerten auf mobiler Bühne ein Zeichen der Solidarität mit den Flutopfern setzen wollen.