Muskel-Spiele der Mehrheit

Muskel-Spiele der Mehrheit

Um ja keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, wo es die nächsten fünf Jahre langgehen wird, hat die CDU-Mehrheitsfraktion gleich zu Beginn Pflöcke eingerammt: Das Durchboxen auch des dritten Beigeordneten, die Aufstockung der Ausschüsse allein zu ihren Gunsten und der Verzicht auf Absprachen sind eine überhebliche Macht-Demonstration - und nichts anderes.

Die Worte von fairer Zusammenarbeit und das Angebot zu sachorientierter Politik über Parteigrenzen hinweg sind angesichts solchen Vorgehens falsch und überflüssig. Dann doch lieber frei heraus: Wir haben die absolute Mehrheit, und wir nutzen sie, wo es geht. Das ist zwar nicht charmant, aber ehrlich. Es hätte im Rat ein gutes Klima erzeugt, wenn die über alle Machtzweifel erhabene CDU dem profilierten FWG-Frontmann Klaus-Dieter Peters den Vorzug als drittem Beigeordneten gegeben hätte. Aber nein: Lieber hat sie ihrem Senior Hans Rohde den Posten zugeschustert. Um ihm seine schmerzliche Niederlage bei der Ortsbürgermeisterwahl in Pelm vergessen zu lassen und um dem 71-Jährigen seine parteiinternen Verdienste zu entlohnen. Ein Aufbruchsignal ist das nicht. m.huebner@volksfreund.de

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