Mut zum Ungewöhnlichen

Mut zum Ungewöhnlichen

DOCKWEILER. (HG) Klamottenrausch-Party und Modenschau mit Unicef-Aids-Gala im Sägewerk Dockweiler – das war einmal etwas anderes. Der Großteil der Erlöse der Veranstaltung kommt dem Kinderhilfswerk zu Gute.

Die eingeladenen Stars aus "Film, Musik und Fernsehen" waren zwar nicht ins Dockweiler Sägewerk zur Unicef-Aids-Gala und Klamottenrausch-Party gekommen - wen wundert es? -, aber zumindest die Eifeler Jugend und auch einige ältere Gäste gaben sich in ungewohnter Umgebung ein Stelldichein. Initiator der Veranstaltung war der 19-jährige Sebastian Schneider, der ein Modegeschäft betreibt. Seine Motivation, neben einer Modenschau und Party auch etwas für die Aktion "Kids Aids" von Unicef zu tun, hat Sebastian bei einem einjährigen Hamburgaufenthalt bekommen. "Ich habe dort einen Einblick bekommen, wie groß die Not der unschuldig an der heimtückischen Krankheit leidenden Kinder ist." Erika Froning, Leiterin der Gerolsteiner Arbeitsgemeinschaft Uni- cef, lobt das Engagement des 19-Jährigen. "Sebastian hat viel Mut gehabt, diese etwas ungewöhnliche Veranstaltung für Unicef auf die Beine zu stellen." Momentan läuft von Unicef aus die Kampagne "Du und ich gegen Aids", bei der Unterschriften und Geld für die Unterstützung die erkrankten Kinder der Welt gesammelt werden. Rund 200 Besucher belohnten das Engagement des Initiators und kamen in die mit schwarzem Filz und Bundeswehrtarnnetzen ausgestattete Sägewerkshalle. Werksbesitzer Ralf Hammes stellte den Raum gerne kostenlos zur Verfügung. "Es ist doch toll, dass ein 19-Jähriger so eine Veranstaltung von sich aus durchführt. Das muss unterstützt werden." Auch Ortsbürgermeister Bruno von Landenberg schließt sich dieser Meinung an und betont zudem den Werbeeffekt für Dockweiler. "Es ist doch mal was Besonderes, dass in Dockweiler ein solches Event stattfindet." Nicht nur die Modeschau begeisterte die Gäste, sondern auch die beiden Jongleure Daniel Lorenz und Tobias Kirstgen.

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