Kommentar: Mutige Worte, die Gehör verdienen

Kommentar : Mutige Worte, die Gehör verdienen

Richard Bell hat erst vor gut einem Jahr die Kämmerei in der neuen VG Gerolstein übernommen, doch schon jetzt lässt er aufhorchen und deutliche Unterschiede zu der Amtsführung seiner Vorgänger erkennen: Nicht die Akribie ist es, die den Unterschied macht, sondern sein Mut, Klartext zu reden.

Den Kommunalpolitikern genau zu erklären, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen haben – aktuell und für die Zukunft. Anstatt über die ach so schlechten Rahmenbedingungen zu klagen, gibt er Tipps, was man selber machen kann. Und appelliert, Prioritäten zu setzen, keine unbezahlbaren Wunschkonzerte zu veranstalten und an kommende Generationen zu denken – anstatt sich weiter über beide Ohren zu verschulden. Dafür wird er sicherlich noch den ein oder anderen Rüffel einstecken und sich anhören müssen, dass die Entscheidungskompetenz bei den gewählten Kommunalpolitikern liegt (und nicht beim Verwalter der Zahlen). Erfrischend ist das trotzdem. Und dringend notwendig!

m.huebner@volksfreund.de