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Mutmacher Corona: Aktion in Gillenfeld

Mutmacher : In die Krise steht die Dorfgemeinschaft zusammen

In Gillenfeld ist ab sofort ein Hilfsdienst im Einsatz, der Menschen mit Lebensmitteln versorgt.

(lyv) Zunehmend entwickelt sich ein immer stärkerer Zusammenhalt in den Gemeinden des Vulkaneifelkreises. Und das — auch wenn es zunächst absurd klingt – aufgrund des Corona-Virus, das viel Unsicherheit und Angst in der Bevölkerung mit sich bringt. Vor allem in sozialen Netzwerken ist die Hilfsbereitschaft allgemein immens groß. So auch in Gillenfeld.

Die „Sorgende Gemeinschaft“ kümmert sich als Genossenschaft seit 2014 darum, älteren Menschen möglichst lange ihre Selbstständigkeit zu erhalten, so dass sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Nun hat sich durch das Corona-Virus eine zusätzliche Aufgabe ergeben.

Mit einer Facebook-Ankündigung auf der Seite der Ortsgemeinde bietet die Koordinierungsstelle im Rahmen der Initiative einen Hol- und Bringservice für Familien oder Einzelpersonen an, der auf Wunsch Lebensmittel oder Artikel des täglichen Bedarfs nach Hause bringt.

Schließlich sollen sich besonders die Risikogruppen, also Menschen über 60 Jahre oder sich in Quarantäne befindende Personen, möglichst im Haus aufhalten, um möglichst jede Gefährdung zu vermeiden. Sieben Menschen hätten sich bisher gemeldet, ehrenamtlich mitzuwirken, sagt Yvonne Weland von der Koordinierungsstelle, „und das in nur 24 Stunden“, sagt sie, nicht ohne zu erwähnen, dass dieser Hilfsdienst eigentlich von Peter Lauer, dem Inhaber des Wander- und Erlebnistreffs „Eifelstopp“ initiiert wurde.

Die Saisoneröffnung des Eifelstopps wird nämlich aufgrund der Corona-Krise verschoben. „Daher bin ich auf die Gemeinde zugegangen und habe das vorgeschlagen“, sagt Lauer.

Klar, dass er mit seinem ganzen Team mitmacht und im Falle des Einsatzes auch die gesamte Organisation übernehmen wird, „auch mit Unterstützung der Vereine und des DRK“. Hilfsbedürftige haben sich bisher noch nicht gemeldet, „aber die Info ist ja gerade erst erschienen“, sagt Yvonne Weland und merkt an, dass noch mehr freiwillige Helfer in der Gruppe benötigt werden.

Wer Zeit und Interesse hat, möchte sich bei der Koordinierungsstelle unter Telefon 06573/9530394 melden. Da das  Hilfsangebot nicht nur für Gillenfeld, sondern auch für die anderen Dörfer rund ums Pulvermaar (Udler, Saxler, Ellscheid, Winkel, Strohn, Demerath, Steineberg, Immerath, Strotzbüsch, Mückeln) gilt,  werden auch noch dort Helfer gesucht.