Stadtentwicklung Ehemaliges Kanzleigebäude in Daun weicht Neubau der Volksbank

Daun · Das Gebäude in der Dauner Innenstadt, in dem einst die französische Kommandantur residierte, ist abgerissen worden.

Alte franzsösische Kommandantur in Daun ist abgerissen
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Foto: TV/Stephan Sartoris

(sts) Jahrelang wurde abgewogen, wie die künftige Präsenz der Volksbank RheinAhr Eifel in Daun aussehen könnte. Weil die Genossenschaftsbank auf lange Sicht weiter Flagge in der Kreisstadt Daun zeigen wollte, entschied man sich letztlich für einen Neubau. Der entsteht gleich gegenüber dem derzeitigen Bankgebäude.

Für die neue Heimat der Volksbank ist nun Platz geschaffen worden: Die Jugendstil-Villa musste weichen – was manch einer in Daun sicher bedauert. Der Stadtrat hatte bereits Ende 2019 Zustimmung bekundet. Man habe Verständnis dafür, dass die Bank dem veränderten Kundenverhalten Rechnung trage und einen Neubau einer Sanierung vorziehe, auch wenn das den Abriss der Villa nach sich ziehe. Wichtig sei, dass die Bank in der Stadt präsent bleibe.

Zunächst schon für den April vorgesehen, ist es Mai geworden, bis der Bagger angerückt ist, mit dem der Abriss vollzogen worden ist.

Verschwunden ist das Haus mit zwei Geschossen, das 1936 von dem Ehepaar Josef Drückes (1897-1962), einst Bürgermeister des Amts Daun, und Maria Rühl (1907-1971) erbaut wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg, bei dem auch die Villa unter den Bombenabwürfen Schäden davontrug, musste die Familie Drückes ihr Haus verlassen. Das französische Militär bezog das Gebäude, das bis zur  Gründung der Bundesrepublik 1949 als  Kommandantur diente. Unter Denkmalschutz stand das Gebäude nie.

Zuletzt hatte dort die Rechtsanwalts-Kanzlei Lauer-Nack, Thielen, Ewertz und Steudter ihren Sitz, die mittlerweile aber im gegenüberliegenden Gebäude der Volksbank residiert. Auf der nun frei werdenden Fläche baut die Volksbank in eigener Regie ein unterkellertes Gebäude mit zwei Vollgeschossen sowie einem zusätzlichen Staffelgeschoss mit insgesamt rund 1200 Quadratmetern Nutzfläche. Die Investitionssumme wird auf rund sieben Millionen Euro beziffert.