1. Region
  2. Vulkaneifel

Nach Hochwasser: Gerolsteiner Brunnen fährt Produktion wieder hoch

Wirtschaft : Gerolsteiner Brunnen fährt Produktion langsam wieder hoch

Der Sprudelkonzern Gerolsteiner war auch von der Flut betroffen: Die Quellen wurden eine Woche lang nicht angezapft, nun geht’s wieder los. Doch es gibt Transportprobleme wegen der A1-Sperrung.

Gut eine Woche nach dem Hochwasser, bei dem auch die Pumpenzentrale in der Brunnenstraße in Gerolstein sowie das Gelände des Schlossbrunnens nahe Rockeskyll mit der brauen Brühe der Kyll überflutet wurden, fährt der Gerolsteiner Brunnen seine Produktion wieder hoch.

Das Ausmaß des Schadens sei noch nicht zu beziffern, heißt es aus dem Unternehmen, das aber noch weitere Probleme meistern muss: Weil die A 1 nach Köln bis auf weiteres gesperrt ist, muss Gerolsteiner eine neue Logistikette aufbauen und deutlich längere Fahrtwege zu den Kunden im Köln-Bonner Raum sowie im Ruhrgebiet einplanen. Zudem wurden bei der Flut große Mengen Kunststoffgranulat vom Werksgelände gespült, das sich nun vielerorts kyllabwärts wiederfindet.

Ulrich Rust, Geschäftsführer Technik und Logistik des Gerolsteiner Brunnens, sagt auf TV-Anfrage: „Besonders unsere Betriebsgelände in der Brunnenstraße und am Schlossbrunnen waren vom Hochwasser betroffen und zunächst nicht zugänglich. Wegen den daraus resultierenden Problemen in der Versorgungstechnik mussten wir unsere Produktion vorübergehend unterbrechen. Mittlerweile haben wir fast alle nötigen Arbeiten abgeschlossen, die Anlagen werden nun sukzessive hochgefahren.“ Rust lobt das „unglaubliche persönliche Engagement und den Einsatz unseres Technik-Teams sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen anderen Arbeitsbereichen“ und sagt: „Was die Höhe der Sachschäden betrifft, verschaffen wir uns zurzeit noch einen Überblick. Es ist zu früh, um dazu Aussagen zu treffen.“

Probleme bereite auch die Logistikkette, die wegen der vielen Straßenschäden, vor allem der Sperrung der A1, enorm beeinträchtigt sei. Das Unternehmen stehe mit Spediteuren in engem Kontakt und lote neue Routen und ganz allgemein die aktuellen Möglichkeiten aus.

Angesprochen auf die blauen Kunststoffteile, die sich derzeit im Kylltal verbreiten, sagt Rust: „Bei den blauen Pet-Flakes handelt es sich um Recycling-Material, das zur Weiterverarbeitung gelagert und durch die unbeschreiblich starke Kraft des Wassers mitgerissen und zum Teil aufgerissen wurde. Wir bedauern das sehr.“ Ein Team von Helfern sei bereits im Einsatz, um das Material so weit wie möglich mit technischem Gerät zu sammeln und zu beseitigen.

Betroffene könnten sich melden unter verbraucherservice@gerolsteiner.com  oder unter der Telefonnummer 06591/949949.