Nach schwerem Rallye-Unfall - Festival in der Vulkaneifel geht weiter

Aus dem Archiv: Auto rast in Menschenmenge : Nach schwerem Rallye-Unfall – Festival in der Vulkaneifel wurde fortgesetzt

Trotz des schweren Unfalls, der sich unmittelbar nach Beginn des Eifel Rallye Festivals 2019 in der Vulkaneifel ereignet hatte, wurde die Großveranstaltung fortgesetzt.

Das Organisationsteam des Eifel Rallye Festivals hat entschieden, dass die Großveranstaltung in und um Daun trotz des schweren Unfalls, der sich am Donnerstagnachmittag unmittelbar nach dem Start ereignete, wie geplant fortgesetzt wird. Zum Zustand der sechs Verletzten teilt der Veranstalter mit, dass die beiden Schwerverletzten operiert worden seien, ihr Zustand sei stabil. Die vier leichtverletzten Personen seien nach ambulanten Behandlungen wieder entlassen worden.

Gestern war kurz nach 15 Uhr ein Oldtimer-Rennwagen von der Straße abgekommen und hatte laut Polizei mehrere Zuschauer verletzt. Die Unfallursache ist noch ungeklärt. Das seit 2012 ausgetragene Eifel Rallye Festival ist Europas größte Veranstaltung im historischen Rallye-Sport mit mehreren Zehntausend Zuschauern.

Unter den Zuschauern, Fahren und Händlern herrscht die Auffassung, dass es die richtige Entscheidung war, das Festival trotz des Unfalls mit mehreren Verletzten am Donnerstagnachmittag fortzusetzen. Ebenso waren alle Befragten der Auffassung, dass bei einem Todesfall das Festival sofort hätte abgesagt werden müssen. Das hat eine spontane Umfrage des TV auf dem zentralen Festival-Gelände auf und um den Dauner Marktplatz am Freitagvormittag ergeben. Dort haben sich bereits seit dem Morgen Hunderte Zuschauer eingefunden, um die Fahrzeugabnahme der historische Boliden hautnah mitzuerleben.

Der Unfall am Donnerstag war dort natürlich Thema, rasch standen aber wieder die Schraubergespräche, das Rennwetter und die anstehenden Ausfahrten im Mittelpunkt. Dennoch sagte beispielsweise Fahrer Dieter Mohr (76) aus Landau, der bereits zum 18. Mal in Daun startete: „Natürlich macht so ein Unfall etwas nachdenklich. Und ich denke, dass ich heute wohl öfter den Fuß vom Gas nehmen werde.“ Gerade im Motor Sport können immer etwas passieren. Das wüssten alle, Fahrer wie Zuschauer. Auch das einhellige Meinung unter den Festivalteilnehmern.

(sts)
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