Nach Tornado-Absturz: Untersuchungen abgeschlossen

Nach Tornado-Absturz: Untersuchungen abgeschlossen

Von der Absturzstelle eines Tornado-Kampfflugzeuges im Wald zwischen Masburg und Leienkaul (Kreis Cochem-Zell) geht "keine Gefahr mehr für Mensch und Umwelt aus". Das teilte die Kreisverwaltung in Cochem mit.

Cochem/Masburg. Beim Absturz des Tornados im Landeanflug auf den Fliegerhorst Büchel am 16. Januar waren 700 Liter Kraftstoff ausgetreten. Experten lokalisierten Flugbenzin in einem begrenzten Areal: auf 20 mal 20 Meter am direkten Aufschlagpunkt südlich der Autobahn 48. Die Untersuchungen im Absturzbereich sind laut Kreisverwaltung Cochem-Zell abgeschlossen, nun wartet man auf das Abschlussgutachten eines Trierer Ingenieurbüros. Es soll bis Ende April vorliegen.
837 Tonnen Material entsorgt



"Die weiträumigen Untersuchungen, die dabei entlang der Einflugschneise von der unmittelbaren Absturzstelle bis zur Gemeinde Masburg durchgeführt wurden, ergaben keine Belastungen mit Flugkraftstoffen im nördlichen Bereich der A 48", sagte Pressesprecherin Gabi Mindermann.
Die Bundeswehr hatte ein externes Ingenieurbüro damit beauftragt, den Grad der Kontamination festzustellen und die Sanierungsarbeiten zu betreuen. Insgesamt musste der Unterboden stellenweise bis in eine Tiefe von fast fünf Metern ausgeschachtet werden. Insgesamt sind 837 Tonnen Material entsorgt worden.
Waldweg instand gesetzt



Experten begutachteten die Grube und suchten sie auf weitere Gefahren- und Giftstoffe ab. Als diese ausgeschlossen waren, wurde die Grube verfüllt. Bis zu einer Tiefe von 50 Zentimetern vor der Oberkante kam unbelastetes und geprüftes Bodenmaterial hinein. Anschließend füllte man das Areal mit frischem Mutterboden auf, der mehrfach verdichtet wurde. Das abgetragene Erdreich wurde zunächst auf einer befestigten Sonderfläche mit Ölabscheider auf dem Fliegerhorst zwischengelagert und untersucht. Danach wurde der Bodenaushub in einer Anlage in Morbach entsorgt.
Schließlich, so die Verwaltung, ließ man die 15 Meter breite Bergungsgasse, die in den Wald führte, wieder zurückbauen. Nun ist der Waldweg auf einer Länge von 1,2 Kilometern wieder instand gesetzt. bro