Nächster Schritt in Richtung Wohnmobilhafen in Eifelstadt

Nächster Schritt in Richtung Wohnmobilhafen in Eifelstadt

Einiges von der Projektliste aus dem Jahr 2012 ist in Daun mittlerweile umgesetzt: Die Arensbergstraße ist nach dem Umbau wieder offen, der Ausbau der Laurentiusstraße ist praktisch erledigt, und es ist nach langer Suche und vielen vergeblichen Anläufen eine Fläche für einen Wohnmobilstellplatz gefunden worden. Sie befindet sich in der Verlängerung des Krankenhausparkplatzes (unterhalb des Autohauses Stark).

Daun. Die Grundsatzentscheidung für einen Standort ist gefallen, bis zur Realisierung sind aber noch einige Hürden zu nehmen. Vor allem: Was kostet es, wenn 15 Stellplätze sowie eine zentrale Servicestation zur Bezahlung und Versorgung mit Frischwasser und Abwasserentsorgung eingerichtet werden? Das wird nun ermittelt.
In einer Beziehung hat Gerolstein Daun längst überholt: Für Gäste, die mit dem Wohnmobil anreisen, gibt es in der Brunnenstadt schon seit Längerem einen speziellen Stellplatz. Aber auch Hillesheim und Gillenfeld sind der Kreisstadt voraus: Sie können ebenfalls über den speziellen Service für die gut betuchte Gästeklientel verweisen.
Keine Realisierung in diesem Jahr


Dass auch in Daun seit Jahren nach einem geeigneten Areal gesucht wird, ist verständlich. Denn die Zahl der Gäste, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind, ist stetig gestiegen, und als zahlungskräftige Klientel sind sie in den Fremdenverkehrsorten besonders geschätzt. Wer als Kommune auf den Tourismus als wichtiges Standbein setzt, der hat einen entsprechenden Stellplatz - nur eben Daun noch nicht. Über Jahre sind viele Standorte diskutiert und auch intensiv untersucht worden; eine Lösung wurde aber nicht gefunden. Nun hat die Stadt den nächsten Anlauf genommen.: Objekt des Interesses ist ein Areal an der Landesstraße 46, unterhalb des Autohauses Stark. Dort könnten 15 Stellplätze sowie eine zentrale Servicestation zur Bezahlung und Versorgung mit Frischwasser und Abwasserentsorgung eingerichtet werden. Aber die Stadt hat in diesem Fall wieder das Problem, wie es auch bei anderen Vorhaben in der Vergangenheit aufgetreten ist: Das Grundstück gehört ihr nicht. Ohne Zustimmung der Besitzer geht also nichts. "Es laufen Gespräche", ist von der Stadtspitze zu erfahren, eine Realisierung sei - wenn überhaupt - in diesem Jahr aber nicht zu erwarten.
"Wir müssen es aber hinkriegen, dass wir auch in Daun einen Wohnmobilhafen bekommen", sagt der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins (GVV) Daun und Stadtbeigeordnete Dieter Wilhelm unverdrossen. "Das gehört einfach zum Angebot einer Stadt, die auf den Fremdenverkehr setzt." Der GVV hat den Tourismus besonders im Blick, denn "er ist unsere Chance, im Wettbewerb mit dem Internet auf Dauer als attraktive Einkaufsstadt zu bestehen."
Der GVV hat seine Anstrengungen in Sachen "Shoppingtourismus" verstärkt, denn eine Studie hat aufgezeigt, dass das Potenzial in diesem Segment nicht ausgeschöpft wird. Ein Schritt, dies zu verbessern, ist die Veröffentlichung einer Broschüre (Auflage 25 000), in der sich vor allem die Betriebe vorstellen, die bei der Qualitätsstadt-Initiative mitmachen. Sie wird laut GVV-Geschäftsführer Wolfgang von Wendt im Oktober vorgestellt und in allen Beherbergungsbetrieben in der Stadt sowie in der Touristinformation ausgelegt.
Gesucht und geprüft worden ist in Daun in den vergangenen Jahren reichlich. So sind 2010 neun Standorte anhand von zwölf Bewertungskriterien untersucht worden. Dazu zählten beispielsweise die Anfahrbarkeit, die Größe, die Sicherheit, die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie, das Umfeld und - in Daun besonders wichtig - die Verfügbarkeit der Flächen. 36 Punkte konnten erreicht werden. Nur vier Standorte bekamen damals mehr als 20 Punkte: zwei am Rosenberg (am Stadion), Hotzendrees (an der Umgehungsstraße, in der Nähe der Eselsbrücke) und Pützborn (auf dem Gelände der früheren Baufirma Meerfeld).
Im Mittelfeld lagen die Standorte Liesertal (in der Nähe des Sandplatzes des TuS Daun), Bahnhof und Dronkehof (Feriendorf am Kreuzberg). sts