Nass, aber gemütlich

Zwischen zahlreichen Weihnachtsmärkten in der näheren Umgebung konnten Besucher am Wochenende auswählen. In Gerolstein begann das Experiment mit Ausweitung auf vier Wochenenden, in Daun öffnete das Weihnachtsdorf auf dem neuen Wirichplatz, und in Gillenfeld versuchte man einen Neuanfang mit einem besinnlichen Adventsmarkt.

Daun/Gerolstein/Gillenfeld. Nach der einjährigen Auszeit vom Weihnachtsmarktgeschehen startete in Gillenfeld der erste Adventsmarkt. Und der sollte anders sein als herkömmliche Märkte. Kleiner, besinnlicher, mit viel Musik im schönen und heimeligen Ambiente des Marktplatzes sollte er die Aufbruchstimmung im Ort widerspiegeln. Und das tat er. 26 Stände mit vielen weihnachtlichen Accessoires, Kinderstimmen, Turmbläser, Musikverein, Schülerchor - der Gillenfelder Adventsmarkt zog die Besucher mit seinem Flair an.
"Schön und so gemütlich", sagte eine Besucherin aus dem fernen Düsseldorf, die zufällig in Gillenfeld war. Auch Ortsbürgermeisterin Heike Hermes zeigte sich sehr zufrieden mit dem "neuen" Adventsmarkt. "Die Resonanz ist sowohl von Ausstellern als auch von Besuchern positiv, alle loben die schöne Atmosphäre hier am Markt", sagte sie.
In Daun gab es schon Diskussionen um den Fortbestand des Weihnachtsdorfes, das mit 20 Buden auf dem neu gestalteten Wirichplatz wieder für drei Tage seine Tore öffnete. Die Resonanz war Freitagabend bis Samstagnachmittag wegen des Regens noch mager, später dann aber ganz ordentlich. Das Karussell für die Kinder fiel der neuen Parkplatzgestaltung zum Opfer. "Das mussten wir leider herauslassen, da wir die Fahrspuren frei halten mussten. Wir müssen sehen, wie wir das nächstes Jahr machen", sagte Wolfgang von Wendt, Geschäftsführer des Gewerbe- und Verkehrsvereins Daun als Ausrichter des Weihnachtsdorfes.
Das Regenwetter machte auch vor Gerolstein keinen Halt. Dort will der Gewerbeverein erstmals als alleiniger Ausrichter in Sachen Weihnachtsmarkt mit neuen Ideen und viel Mut "die Nummer eins in der Eifel" werden. Während zu Beginn des Wochenendes noch nicht viel los war, wurde es am Sonntag dann besser. Und es stehen ja noch drei Wochenenden von Donnerstag bis Sonntag an. Die Budenbetreiber hoffen jedenfalls auf noch stärkeren Zuspruch.
Unter dem Motto "Ho, Ho - Gerolstein steht Kopf", wurden Weihnachtsbäume kopfüber aufgehängt, wird ein breites Musikprogramm - von Alphornisten bis zu Samba-Rhythmen - geboten. Die Schirmbar, in der wetterunabhängig gefeiert werden kann, ist jedenfalls schon einmal zum Anziehungspunkt geworden. Aber auch hier sind noch Plätze frei. HG