Natur und Kultur im Herzen Europas

Natur und Kultur im Herzen Europas

DAUN/PRÜM. Anfang Januar 2004 wird es ernst. Dann soll grundsätzlich entschieden werden, wo und wie der deutsche Wandertag 2006 in der Eifel mit Leben gefüllt wird. Mit im Boot ist auch die Vulkaneifel.

Kaum ist die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land zu Ende, steht schon das nächste Großereignis vor der Tür - zumindest für alle Wanderfans. Den 106. Deutschen Wandertag richten vom 12. Bis 17. Juli 2006 der Eifelverein und die Eifel Tourismus GmbH (ET) aus (der TV berichtete). Während der Juli-Woche wird Prüm als zentraler Veranstaltungsort zwar im Mittelpunkt stehen (mit Eröffnungsfeier und Festumzug), doch das Wandervergnügen soll in die ganze Region ausstrahlen. Kommunen und Vereine waren aufgerufen, sich fürs Programm des Wandertags zu bewerben. 17 machten von der Möglichkeit Gebrauch. Unter ihnen ist auch die Stadt Daun gemeinsam mit dem Eifelverein Daun. Der Hauptvorstand des Eifelvereins und die ET haben entschieden, grundsätzlich allen Bewerbern Möglichkeiten einer Teilnahme zu geben - entweder als Veranstaltungsort oder als Wanderregion. Dazu wurden die Bewerbungen inhaltlich und räumlich gruppiert - nach Vulkan-, Süd- und Nordeifel sowie Ardennen. Bei einem Treffen am 9. Januar in Prüm sollen nun erste Details unter allen Bewerbern besprochen werden. Daun hat sich als Hauptveranstaltungsort ins Spiel gebracht. Dafür muss ein Bewerber die Kriterien einer Checkliste erfüllen, die Anforderungen an Infrastruktur und Personal vor Ort stellt. "Wir wollen die Besucher hinführen zu den Themen Feuer-Wasser-Luft", sagt Alois Mayer, Geschäftsführer des Dauner Eifelvereins. Die Wanderwege (vor allem der Lieserpfad) sollen dazu ebenso eingebunden werden wie der Dronketurm oder das Vulkanhaus in Strohn. Hinzu sollen "kulturelle Abende" kommen, mit Musik, Brauchtum, Geschichten und Bildern. Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen regt an, auch das Dauner Wehrbüschfest in den Wandertag zu integrieren. Daneben sind geführte Krimi-Wanderungen geplant. "Dass Daun einen Zuschlag bekommt, daran haben wir nie gezweifelt", freut sich Mayer, auch mit Verweis darauf, dass Dauner Politiker und Würdenträger 1888 maßgeblichen Anteil an der Gründung des Eifelvereins in Bad Bertrich gehabt hätten. Abgestimmtes Angebot mit Manderscheid

Vorgesehen ist, mit der Stadt und Verbandsgemeinde Manderscheid ein abgestimmtes Angebot zu gewährleisten. Sie haben sich auch beworben und dabei neben der Burg Manderscheid ebenfalls mit dem Pfund "Lieserpfad" gewuchert. "Inhaltlich passt ein abgestimmtes Angebot gut zusammen, auch wegen der Maare", begründet Jenssen. In die Vulkaneifel-Gruppe sind darüber hinaus die Eifelverein-Bezirksgruppe Cochem-Zell (mit dem Thema "Wandern im Tal der wilden Endert"), die Eifelverein-Ortsgruppe Steffeln (mit dem Vulkangarten Steffeln) sowie die Eifelverein-Ortsgruppe Kelberg (mit der Geschichtsstraße) aufgenommen worden. Die Beteiligten hoffen, ein großes Stück vom Besucherkuchen abzubekommen. "Nach Daun werden Hunderte kommen", prognostiziert Thomas Räthlein, Leiter des Kur- und Verkehrsamts Daun. Auch Jenssen verbindet mit dem deutschen Wandertag die Hoffnung, Besucher, die zum ersten Mal in die Eifel kommen, binden zu können. Manfred Rippinger, Eifelvereins-Geschäftsführer, geht von 20 000 Teilnehmern und 50 000 Übernachtungen innerhalb der zentralen Veranstaltungswoche aus, was eine Wertschöpfung von mehr als drei Millionen Euro in der Eifel erzeugen werde.

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