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Naturfreibäder sollen modernisiert werden

Naturfreibäder sollen modernisiert werden

Im zweiten Anlauf kann es klappen: Für die Sanierung und Modernisierung des Freibads Gemündener Maar für rund 560 000 Euro steht eine Förderung in Aussicht. Gute Chancen hat auch Gillenfeld mit dem Pulvermaar.

Daun/Gillenfeld. 2005 hatte die Verbandsgemeinde (VG) Daun bei der Europäischen Union (EU) die Bezuschussung mehrerer Vorhaben beantragt, und für den Parcours der Sinne in Immerath, den Brubbelpfad in Wallenborn, die Wasserwanderroute Hinterbüsch und die Neugestaltung des Freibads am Schalkenmehrener Maar gab es grünes Licht aus Brüssel. Leer ging die VG aber bei einem weiteren Projekt aus: die Sanierung und Attraktivierung des Freibads Gemündener Maar.

Freibad am Pulvermaar soll attraktiver werden



Anfang des vergangenen Jahres startete die VG einen neuen Versuch - mit Aussicht auf Erfolg. Das bei der EU beantragte grenzüberschreitende Projektpaket, zu dem auch das Gemündener Maar gehört, ist laut VG zwischenzeitlich genehmigt worden. Zu den geschätzten Investitionskosten von rund 560 000 Euro soll die EU 50 Prozent beisteuern, weitere 30 Prozent das Land, und auch die VG wird sich beteiligen, so dass für die Stadt Daun als Eigentümerin des Naturfreibads nur eine überschaubare Summe bleibt. Das Geld wird vor allem für Umbau des 15 mal 45 Meter großen, in die Jahre gekommenen Schwimmbeckens genutzt.

Gute Aussichten auf Bezuschussung aus einem Fördertopf der EU hat auch das Projekt "Attraktivierung Naturfreibad Pulvermaar Gillenfeld". Die Freizeiteinrichtung soll insgesamt attraktiver gestaltet werden. Dazu gehören auch die Modernisierung des Sanitärgebäudes und die Vergrößerung des Kiosks sowie Sanierung der Freianlagen und des Kinderschwimmbeckens. Die Gemeinde selbst kann ein solches Vorhaben nicht realisieren, deshalb hofft sie darauf, dass EU und Land den größten Teil der Investitionssumme von rund 700 000 Euro übernehmen. Etwas gedulden müssen sich die Gillenfelder aber noch: Eine endgültige Entscheidung wird für Ende April erwartet.

Zurückgezogen worden ist hingegen der Antrag, dass auch die attraktivere Gestaltung des Campingplatzes am Pulvermaar (gehört der Gemeinde Gillenfeld, ist aber verpachtet) bezuschusst wird. Nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten sucht die VG für ein Vorhaben, das ursprünglich aus EU-Mitteln bezuschusst werden sollte: die "Besucherlenkung und Umfeldgestaltung" des Wallenborner Brubbels. Vorgesehen war, dass am Wallenborner Wahrzeichen, das jährlich rund 60 000 Besucher anzieht, für knapp 300 000 Euro mehr Parkplätze, Toiletten und ein Informationspunkt entstehen.