Nein zum Ökostrom

WITTLICH. (mai) Für den Fall, dass die alten Stromlieferverträge gekündigt werden, hat der VG-Rat Wittlich-Land beschlossen, sich wieder an der Bündelausschreibung des Gemeinde- und Städtebunds zu beteiligen – allerdings nicht für Ökostrom.

Ökostrom aus erneuerbaren Energien? Wie 2004 wurde auch diesmal im VG-Rat darüber diskutiert, was die Verbandsgemeinde für ihre Versorgung bestellt. Der Ökostrom sei bei der Bündelausschreibung des Gemeinde- und Städtebunds vermutlich teurer, sagte VG-Bürgermeister Christoph Holkenbrink. Um wie viel sei schwer zu sagen. Der Haupt- und Finanzausschuss hatte vorgeschlagen, den Preis entscheiden zu lassen und deshalb die von Holkenbrink "Egalstrom" getaufte Energie zu bestellen. Manfred Hower (FWG) plädierte dafür, im Sinne von Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu handeln und zumindest Schulen und Rathaus mit Ökostrom zu versorgen, um so ein Zeichen zu setzen. Nach seinen Berechnungen habe der Preisunterschied zwischen Öko- und Egalstrom in diesem Jahr bei 200 Euro gelegen. Je nach Erzeuger könne der Unterschied auch mehrere Tausend betragen. Rita Wagner (FDP) hält die Sache mit dem Ökostrom für einen Marketing-Gag. Technisch sei es nicht möglich, reinen Ökostrom geliefert zu bekommen, sagte sie. Zudem wurden im Rat die Zahlen angezweifelt. Müsste die VG nachher nicht noch tiefer in die Tasche greifen, um den Ökostrom zu zahlen? Mit 20 Ja- und elf Nein-Stimmen entschied sich der Rat wie beim letzten Mal für Egalstrom für den Fall, dass die Energielieferanten RWE und Lichtblick den Vertrag zum Ende des Jahres kündigen. Dann soll sich der VG-Rat an der Bündelausschreibung des Gemeinde- und Städtebunds beteiligen. Kündigen die Lieferanten nicht, soll der Vertrag bestehen bleiben.

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