Neu, aber schon kaputt

Die Brücke in der Gartenstraße über die B 257 ist zwar neu, doch der Belag macht Autofahrer nicht glücklich. "Nicht hinnehmbar" findet das der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein. Die Folge: Es wird nachgebessert - auf Kosten der beauftragten Firma.

Daun. Erst Mitte Oktober war die Brücke in der Gartenstraße über die B 257 wieder für den Verkehr freigegeben worden. Vorangegangen war seit April diesen Jahres die Erneuerung der fast 50 Jahre alten Brücke "wegen grundlegendem Sanierungsbedarf", nur die Pfeiler wurden nicht erneuert.
Geschätzte 430 000 Euro kostete die neue Betonbrücke. Doch wer darüber fährt, meint, auf einer uralten Brücke zu sein, so uneben ist der Asphaltbelag. Ursache dafür könnte die nichtmaschinelle Aufbringung des Asphalts sein. Den schlechten Zustand des Belages sieht auch der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein und hatte den Belag vergangene Woche genau geprüft. Das Ergebnis: "Der Belag ist sehr uneben, und das ist so nicht hinnehmbar. Deshalb werden wir die Firma dazu auffordern, den Belag zu erneuern", sagt Oliver Arimond vom LBM Gerolstein. Dies ist inzwischen geschehen. Den Bauauftrag für die Brücke hatte die Firma Klein aus Jünkerath, die wiederum den Auftrag für das Asphaltieren an eine andere Firma vergeben hatte. Diese Firma hat nun zwar das Recht der Nachbesserung, aber der LBM fordert eine große Lösung. "Wir sehen gar keine andere Möglichkeit, als den Asphalt abzufräsen und neu aufzubringen. Da ist nichts mehr zu retten", sagt Oliver Arimond.
Wann die Reparatur ausgeführt wird, kann der LBM noch nicht sagen. Fest steht: Die Kosten dafür trägt die beauftragte Firma. Die Neuasphaltierung dürfte, so Oliver Arimond. aber in einem Tag erledigt sein, sodass die Brücke nur für einen Tag gesperrt werden muss. HG