1. Region
  2. Vulkaneifel

Neue Arbeitsgemeinschaft für Schüler der Klassenstufen 9, 10 und 12 der Realschule plus in Daun.

Bildung : Zwei Fliegen mit einer Klappe

Neue Arbeitsgemeinschaft für Schüler der Klassenstufen 9, 10 und 12 der Realschule plus in Daun.

(red) Für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9, 10 und 12 wird an der Drei-Maare-Realschule plus mit der seit dem Schuljahr 2013/2014 bestehenden Fachoberschule Gesundheit und Soziales in Daun seit Anfang des Schulhalbjahres die neue Arbeitsgemeinschaft (AG) Kunsttherapie angeboten.

Sie richtet sich an die Schüler, die einen Berufswunsch verfolgen, der sich mit therapeutischen Inhalten auseinandersetzt, beispielsweise im Kranken- und Pflegebereich sowie innerhalb pädagogischer Berufe.

Die AG umfasst die Bereiche Malerei, Zeichnung, plastisch-skulpturale Gestaltungen sowie Fotografie. Ziel ist es, mit Hilfe von Kunst Menschen dazu zu befähigen, sich durch innere und äußere Bilder auszudrücken. Kunstlehrerin Annett Kowoll, die an der Kunstakademie in Dresden Bildende Künste studiert hat, erklärt das Konzept. ,,Wir probieren hier die Theorie praktisch aus, sodass später mit Patienten gearbeitet werden kann. Gerade im Bereich der Traumabewältigung, zum Beispiel bei Kindesmisshandlung, ist die Kunsttherapie ein wichtiges therapeutisches Mittel. Im medizinischen Bereich gehören Kunsttherapien neben Prävention und Rehabilitation zur Gesundheitsversorgung.“

Die Zwölftklässlerinnen Anna-Lena Schneider, Lea Saxler und Julia Buks üben sich momentan in der Aquarelltechnik. Julia will Erzieherin werden, Lea soziale Arbeit studieren. Anna-Lenas Berufswunsch ist Logopädin.

Sie sagt, in diesem Bereich sei es auch sinnvoll, künstlerisch mit Kindern umgehen zu können. Zudem sieht sie im Hinblick auf die anstehende Fachhochschulreifeprüfung die AG als willkommene Abwechslung,  „mal abzuschalten, auf andere Gedanken zu kommen. Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe, weil das, was vermittelt werden soll, auch angewendet wird“.

Die AG ,,Kunsttherapie“ schließt mit einem Zertifikat ab, das zum Beispiel für die Berufe Kindergärtner oder Heilpraktiker von Vorteil sowie für verschiedene Studiengänge verpflichtend ist.