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Neue Brücke führt neuerdings in Kelbergs Ortsteil Zermüllen über den Trierbach

Bauprojekt : Neue Brücke aus Feldsteinen und verzinktem Eisen führt neuerdings in Kelbergs Ortsteil Zermüllen über den Trierbach

Ein Bauwerk aus Feldsteinen und verzinktem Eisen führt neuerdings in Kelbergs Ortsteil Zermüllen über den Trierbach. Die Vorgängerbauten wurden immer wieder von Wassermassen bei Unwetter fortgerissen.

Viele Jahre war es schwer, im Kelberger Stadtteil Zermüllen den Trierbach trockenen Fußes zu überqueren. Erst riss ein Unwetter 2016 den bis dahin eh sehr einfach gehaltenen Steg mit fort, dann wurde die eilig wieder aufgebaute Konstruktion 2018 erneut von einem Hochwasser zerstört und auch die 2019 gebaute Notlösung war nicht von Bestand – sie war einfach zu unsicher. Doch jetzt endlich kam ein erneuter Brückenschlag, der hoffentlich und auch voraussichtlich länger halten wird.

„Hundertprozentig zufrieden“ äußert sich der Ortsvorsteher Michael Hoffmann, als er die Gemeindearbeiter Tobias Esch und David Müller an der neuen Brücke über den Trierbach antrifft. Die beiden erledigen letzte Arbeiten an ihrem jüngsten Projekt, an dessen Errichtung auch ihr Kollege Bernd Arnold und der Vorarbeiter Heinz-Peter Simon beteiligt waren.

Kelbergs Ortsbürgermeister Willi Jonas ist mit der guten Bewertung vollkommen einverstanden. „Die Jungs vom Bauhof“ – wie er die vier Gemeindearbeiter nennt – „haben das Fundament aus Feldsteinen professionell aufgebaut und den Steg aus verzinktem Eisen perfekt verlegt“, erklärt er. Dass die Bachüberquerung zudem wesentlich kostengünstiger als ursprünglich geplant ausfiel, kommt als weiteres Plus hinzu: Jonas war durch Zufall auf den industriegefertigten Steg mit Geländer gestoßen.

„Eine Einzelanfertigung wäre wesentlich teurer geworden. So bleiben wir deutlich unter den 5000 im Haushaltsplan veranschlagten Euro“, sagt er. Nicht zuletzt leiste die Bachüberquerung einen Beitrag zum Wandertourismus. So habe sie bereits bei den Mitgliedern des örtlichen Eifelvereins ein positives Echo gefunden.

Bis Anfang Juni 2016 führte an der Stelle ein einfacher Steg aus zwei Holzbalken und halb Meter breiten Laufbrettern über den Trierbach. Da riss ein stundenlanger Starkregen die Brücke fort. Zwar wurde sie mehrere Hundert Meter bachabwärts geborgen, repariert und wieder aufbaut, aber dann bei einem weiteren Starkregenereignis im Sommer 2018 endgültig zerstört.

Die Bachquerung durch Trittsteine war nur ein kurzes Kapitel im Jahr 2019; diese Lösung erwies sich aus Sicherheitsgründen als ungeeignet. So wurden auf Antrag des Ortsvorstehers Michael Hoffmann die oben erwähnten 5000 Euro in den Haushalt 2020 gestellt. Nun ist die „anständige Überquerung“ fertig, wie Hoffmann es auf den Punkt bringt. Vor allem die Höhe des Stegs (1,70 Meter) garantiere, dass eventuell angeschwemmtes Treibgut sich nicht vor der Brücke verkeilen könne, betont er.