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"Neue Impulse" sorgen für neuen Anlauf

"Neue Impulse" sorgen für neuen Anlauf

DAUN. Stadt und Verbandsgemeinde Daun wollen so schnell wie möglich offene Fragen in Zusammenhang mit der Sanierung des Hallenbads klären. Dann soll ein neuer Zuschussantrag nach Mainz geschickt werden. Die Kosten werden auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt.

Dass die Sanierung des 35 Jahre alten Dauner Hallenbads unvermeidlich ist, wissen Verbandsgemeinde (VG) und Stadt Daun (die das Hallenbad mit Ausnahme des Kellergeschosses zu einem beziehungsweise zwei Dritteln VG finanzieren) schon lange. Dass es nicht mehr sein wird als eine Sanierung, ist angesichts der leeren Kassen von Land und Kommunen auch längst kein Geheimnis mehr.Summen außerhalb jeder Diskussion

Vor einigen Jahren war der Plan einer Erweiterung des Hallenbads zum Spaßbad vorgestellt worden. Auf knapp elf Millionen Euro hatte ein Koblenzer Büro die Kosten beziffert - eine Summe, die für VG und Stadt außerhalb jeder Diskussion lag, vom Plan eines Neubaus mit Freibad an der Lieser für fast 20 Millionen Euro ganz zu schweigen. Aber selbst die Finanzierung der Kosten für eine "normale" Sanierung von rund 2,5 Millionen Euro ist noch längst nicht sicher. Die Landesregierung hat vor Kurzem unter der Überschrift "Neue Impulse für die Schwimmbäderlandschaft und den Sportstättenbau in Rheinland-Pfalz" angekündigt, die Kommunen unter anderem bei der Sanierung/Modernisierung von in die Jahre gekommenen Bädern aus den 60er- und 70er- Jahren unterstützen zu wollen. Als eine Voraussetzung einer Förderung nennt Mainz "eine Optimierung der Wirtschaftlichkeit und des technischen Standards". Letzteres dürfte in Daun leicht zu erreichen sein, denn die Technik des Hallenbads ist praktisch noch die aus dem Eröffnungsjahr 1972, und bei einer Erneuerung würde viel Energie gespart. Am Gebäude selbst wurde zwar in den vergangenen Jahren einiges gemacht (beispielsweise die Neugestaltung des Eingangsbereichs), aber wer hinter die noch ansehnliche Vorderfront blickt, sieht, in welch schlechtem Zustand das Bad teilweise ist. So löst sich teilweise der Putz von den Außenwänden. In der großen Schwimmhalle wurde 2001 ein Netz unter die Decke gespannt, nachdem sich Teile der Decke gelöst hatten und ins Becken gefallen waren. Tun sich dank der "neuen Impulse" aus Mainz auch "neue Perspektiven" für Daun auf? Der TV hat bei VG-Bürgermeister Werner Klöckner (CDU) und Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen (SPD) nachgefragt. Klöckner erklärte, er habe Innenminister Karl-Peter Bruch (SPD) auf die Neustrukturierung der Schwimmbadförderung vor dem Hintergrund der Situation des Hallenbads Daun bereits mehrfach angesprochen. Zum Jahreswechsel habe er von Karl-Peter Bruch auch bereits eine schriftliche Aussage erhalten. Aus dem Schreiben gehe hervor, dass das Hallenbad Daun "mit großer Wahrscheinlichkeit auch in diese Förderung einbezogen wird, und dies so schnell wie möglich", sagte Klöckner. Die Verwaltung befinde sich derzeit in der weiteren Konkretisierung der Planung. Dazu bedürfe es einer Entscheidung der Stadt, wie das Erdgeschoss - dort sind die Sauna und das Warmbad untergebracht - künftig genutzt werden solle: "Ist das geschehen, wird der Förderantrag umgehend gestellt." Für Jenssen stellt sich vor allem die Frage: "Ist es sinnvoll, auch das Warmwasserbad zu sanieren?" Diese Frage müsse beantwortet werden, weil diese Entscheidung auch die übrigen Sanierungsüberlegungen beeinflusse. Jenssen: "Ich hoffe, dass dies noch bis Ostern entschieden wird."