Neue Namen und viele Likes

Neue Namen und viele Likes

Die Kreissparkasse zeigt bis 18. Mai die Jahresausstellung des Kulturkreises. Ein Künstler fehlt, sechs neue kommen dazu.

Daun Als Einladungsausstellung für Profis ist sie seit jeher konzipiert. Nun ist sie wieder einmal zu sehen, die Jahresausstellung des Kulturkreises Daun. Sie zeigt zum 28. Mal Malerei, Grafik und Plastik. Sie vereint 27 Künstler aus dem Raum Köln, Koblenz und Trier (siehe Info). Einer fehlt, der mit seinen Bildern meist in der Schau vertreten war und zudem die Fenster der Dauner Thomas-Morus-Kirche geschaffen hat: der Trierer Künstler Werner Persy, der wenige Tage zuvor 93-jährig verstorben ist (der TV berichtete). Der Kulturkreis-Vorsitzende Roy Coppack erinnert mit Dankbarkeit und Respekt an ihn.
Was die aktuelle Jahresausstellung betrifft, merkt Coppack an, dass unter den Künstlern allein sechs neue Namen sind. "Schenken Sie diesen, aber natürlich auch den seit Jahren oder gar Jahrzehnten vertrauten Kunstschaffenden Ihre Aufmerksamkeit und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung zu jedem Exponat", appelliert der Vorsitzende. "Setzen Sie möglichst viele Likes'", empfiehlt er mit Blick darauf, dass Nutzer sozialer Netzwerke mit einem "Like" (von englisch "to like" für "gefallen") ihre Zustimmung zum Ausdruck bringen.
Alexander Schmid aus Nohn gehört ist zum dritten Mal dabei. Er ist mit zwei Objekten beteiligt und bescheinigt der Schau im Gespräch mit dem TV "ein interessantes Spektrum". Zwar sei es grundsätzlich schade, dass der Geschäfts- und der Ausstellungsbereich in der Kreissparkasse räumlich nicht voneinander getrennt seien, räumt er ein. "Aber darin liegt ja auch die Chance, dass Menschen an Kunst herangeführt werden, die keine typischen Ausstellungsbesucher sind", meint er.
Von der gastgebenden KSK lobt der Vorstandsvorsitzende Dietmar Pitzen die herausragende Qualität der Ausstellung und das große Engagement des Kulturkreises in Sachen Kunst, Literatur und Musik. "Sehr gerne schaffen wir mit dem Kulturkreis gemeinsam Raum für die persönliche Begegnung von Künstlern und Kunstfreunden und für den kulturellen Dialog", sagt Pitzen - "und auch für den wunderbaren musikalischen Rahmen".
Diesen gestaltet Clara Dicke mit der Harfe. Die 28-Jährige, die ihre Eltern nach einem Konzertbesuch im Kindergartenalter bekniet hatte, Harfe zu lernen und heute eine beachtliche Konzert-, Projekt und Unterrichtstätigkeit vorweisen kann, spielt Filmmusik ("Wie im Himmel"), Tanzmusik ("Mai-Groove") und Louis Armstrongs legendäres "What a Wonderful World". "Himmlisch!", schwärmen die Vernissagengäste.
Extra: KÜNSTLER AUS DER GESAMTEN REGION


Suren Aurora (Bitburg), Nele Bednarczyk (Daun), Sibylle Brennberger (Koblenz), Martina Diederich (Trier), Ursula Greib (Prüm), Robert Hötzel (Üxheim), Ursula Hülsewig (Landscheid), Cor Jong (Rockeskyll), Ingo Kerrutt (Stadtkyll), Franz-Josef Kochs (Alsdorf), Cornelia Lenartz (Hillesheim), Sabine Prechtel (Bonn), Friederun Rittel (Orenhofen), Werner Rittel (Orenhofen), Hans Christian Rüngeler (Bonn), Kattia Salas (Daun), Alexander Schmid (Nohn), Karl-Heinz Schmitz (Daun), Jutta Schulte-Gräfen (Daun-Rengen), Anne Schwarzat (Feusdorf), Gisela Spies (Köln), Anna Stelloh (Blankenheim), Ulrike Stolze (Bitburg), Max Ströder (Stadtkyll), Franziskus Wendels (Daun), Ulrich Westerfrölke (Kelberg), Walter Wilde (Daun-Waldkönigen). Öffnungszeiten: montags bis freitags, 8 bis 16 Uhr

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