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Neue Perspektive für Ortsentwicklung

 Der Verkehr läuft zwar schon längst wieder, aber nun ist die Freigabe auch ganz offiziell vollzogen. Marie Weiler durchschneidet das Band in der Hauptstraße in Dockweiler. Foto: Gemeinde
Der Verkehr läuft zwar schon längst wieder, aber nun ist die Freigabe auch ganz offiziell vollzogen. Marie Weiler durchschneidet das Band in der Hauptstraße in Dockweiler. Foto: Gemeinde FOTO: (e_daun )
Dockweiler. Am ausgebauten Teilstück der Bundesstraße 410 in Dockweiler ist ein Baugebiet entstanden. Wunsch der Gemeinde ist es, dass sich dort junge Leute mit Bezug zum Ort ansiedeln.

Dockweiler. Wer heute durch Dockweiler in Richtung Dreis-Brück fährt, denkt wohl kaum noch daran, dass 2014 und 2015 dort gebaut wurde. Aber auch wenn der Abschluss der Arbeiten schon länger zurückliegt, hat es in Dockweiler vor Kurzem eine offizielle Einweihung gegeben, zu der unter anderem Landrat Heinz-Peter Thiel und der Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein, Harald Enders, gekommen waren. Die Mitglieder des Dorfarchivs hatten die Einweihung zum Anlass genommen, Sehenswertes über die Hauptstraße zu sammeln, um so einen Einblick in die Geschichte dieses Teils des Dorfs zu geben.
Aber damit nicht genug: Es gab auch ein Straßenfest. "Es war an der Zeit, vor allem den Bürger mal zu danken, die nicht nur beim Ausbau der Hauptstraße mitgezogen haben, sondern auch schon beim Ausbau der Dauner Straße vor einigen Jahren. Das wurde damals aber nicht gefeiert", erklärt Ortsbürgermeister Bruno von Landenberg, warum sich die Gemeinde für die offizielle Verkehrsfreigabe des Straßenstücks und das Fest entschieden hat. Sein Dank gilt auch dem Bund, dem Land, dem LBM, den Baufirmen sowie den Verwaltungen des Kreises und der Verbandsgemeinde Daun.
Nachdem das ehemalige Gasthaus in der Ortsmitte im August 2014 abgerissen worden war, begann kurz darauf der Ausbau der Hauptstraße (Teilstück der Bundesstraße 410), was mit langen Vollsperrungen verbunden war.
Auf dem Gelände des alten Gasthauses und dahinter sind Bauplätze entstanden. Auf rund 3000 Quadratmeter Fläche könnten beispielsweise drei Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus entstehen. Für die Gemeinde ist das Areal eine "neue Perspektive, was die Ortskernentwicklung angeht", sagt der Ortsbürgermeister.
Erste Anfragen habe es schon angegeben, aber "fix ist noch nichts. Wir setzen uns allerdings auch nicht selbst unter Druck, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die Grundstücke verkauft zu haben." Die Zielgruppe der Gemeinde: "Uns ist daran gelegen, dass junge Leute mit Bezug zum Ort sich dort ansiedeln. Den Ortskern weiter lebendig halten, das ist unser Ziel", sagt von Landenberg. In Dockweiler ist im Gegensatz zu anderen Dörfern die Einwohnerzahl von um die 720 über die Jahre unverändert geblieben, "aber darauf können und wollen wir uns nicht ausruhen. Deshalb sind wir beispielsweise froh über schnelles Internet, was ja längst ein Kriterium ist, wo sich die Leute niederlassen oder nicht." sts