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Neue Sporthalle rückt aus dem Sichtfeld

Neue Sporthalle rückt aus dem Sichtfeld

Der Bauausschuss der Verbandsgemeinde Hillesheim will im kommenden Jahr rund eine dreiviertel Million investieren. Für den geplanten Neubau der Sporthalle an der Augustiner-Realschule plus sind bislang keine Gelder vorgesehen.

Hillesheim. Die vom Bauausschuss unter Vorsitz von Bürgermeisterin Heike Bohn vorgesehenen Investitionen in Sanierungs- und Umbauarbeiten, Maßnahmen zum Brandschutz und Neuanschaffungen machen insgesamt 769 000 Euro aus und sollen in den Haushaltsetat des kommenden Jahres eingestellt werden. "Das ist eine ganze Menge", sagt Bohn, aber: "ich kann mir vorstellen, dass wir sehr viel davon umsetzen können, da der bisherige Haushaltsentwurf das hergibt."
Fachleute raten von Sanierung ab


Die ganz großen Vorhaben, mit denen sich der Bauausschuss befasst hat, rücken jedoch aus dem Sichtfeld. Weder die Generalsanierung des Rathauses, die einen Eigenanteil von 550 000 Euro vorsieht, noch der Neubau der Sporthalle an der Augustiner Realschule plus werden 2017 in Angriff genommen, auch für das Folgejahr sind für die beiden Projekte keine Ausgaben geplant.
Grund für den Investitionsstopp für das Rathaus sei, dass man zunächst den Ausgang der Kommunal- und Verwaltungsreform abwarten wolle, heißt es im Bauausschuss. Lediglich für die energetische Sanierung des Gebäudes soll ein kleiner Posten von 50 000 Euro fließen, der Hauptanteil (400 000 Euro) soll aus Fördergeldern durch den Investitionsstock des Landes beglichen werden. In Sachen Sporthalle steht fest, dass noch nichts feststeht: Den Haushaltsansatz für einen Neubau beziffert der Bauausschuss mit 2,5 Millionen Euro, ein Zuschuss ist aber noch nicht in Sicht.
"Die Realität ist, dass wir eine Zuweisung von 1,5 Millionen nicht erhalten werden", erläutert Heike Bohn. Dies hätten erste Gespräche mit Vertretern der Sportstättenförderung bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz ergeben. "Wir müssen hier dran bleiben - aber vielleicht die Halle kleiner planen. Die gesamten Baukosten sollten 1,5 Millionen Euro nicht übersteigen." Im März 2017 werde ein Antrag zur Sportstättenförderung gestellt, die Reaktion der Behörde sei abzuwarten. "Sicher ist nur, dass sich die Sanierung der alten Halle nicht lohnt. Dazu raten uns alle befragten Fachleute ab", sagt Bohn.
Viel Geld für die Grundschule


Der größte Posten geht an die Grundschulen: Insgesamt 340 000 Euro sollen für Sanierung und Umbau der Grundschulen in Hillesheim und Üxheim aufgebracht werden. In Üxheim ist für 2018 der Austausch des maroden Schieferdaches der Schule gegen ein Pfannendach geplant (85 000 Euro). Da das Dach aber in einem schlechten Zustand sei, könnten die Arbeiten bereits im kommenden Jahr anfallen, sagt die Bürgermeisterin.
In Hillesheim bedarf die Pausenhalle einer Sanierung (13 000 Euro) und der Schulhof einer Neugestaltung (30 000 Euro). Hinzu kommen 2018 die Erneuerung der Fenster im Verwaltungstrakt (40 000 Euro), Brandschutzmaßnahmen und Umbauten zur Barrierefreiheit (2017: Eigenanteil 165 000 Euro) und die Erneuerung der Außentreppe von der Lammersdorfer Straße bis zum Mühlendamm. Die Kosten dafür verteilen sich auf die Verbandsgemeinde (95 000 Euro) und die Stadt Hillesheim (70 000 Euro). Geld soll auch an die Kindergärten fließen: in Hillesheim stehen die Erweiterung des Speisesaals und die Installation von Schallschutz an den Gruppenräumen an (insgesamt 78 000 Euro in 2017) und in Üxheim die Umrüstung auf LED-Beleuchtung, die 12 000 Euro kosten soll.
Rudersbach wird renaturiert


Verschiedene Maßnahmen müssen auch an der Realschule plus angegangen werden. 2017 sollen neue Fenster und Sonnenschutzanlagen montiert, ein Hausalarm mitsamt Amokschutz angeschafft und Teile der Fassade erneuert werden. Kostenpunkt im kommenden Jahr: 195 000 Euro.
Weitere vorgesehene Ausgaben sind unter anderem der Austausch alter Fenster am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr (8000 Euro) und die erstmals anfallenden Beteiligungen für die in Etappen erfolgende Renaturierung des Ruderbachs in Kerpen und des Hillesheimer Bachs.
Für die Rückhaltebecken im Bolsdorfer Tälchen rechnet der Bauausschuss mit einem Eigenanteil von 60 000 Euro (Gesamtsumme 600 000 Euro) bei einer Förderung durch die Aktion Blau plus des Landes von 540 000 Euro.
Die erste Etappe der Renaturierung des Rudersbaches kostet insgesamt 260 000 Euro und wird mit 234 000 Euro bezuschusst.
Der Eigenanteil beläuft sich hierbei auf 26 000 Euro.