Neue Zeitrechnung für den Geopark Vulkaneifel
Duppach/Daun · Der Natur- und Geopark Vulkaneifel darf sich seit einigen Monaten "Unesco Global Geopark" nennen. Damit die Auszeichnung für Einheimische und Besucher sichtbar ist, wird das Logo künftig auf Infotafeln und Hinweisschilder aufgebracht. Der Auftakt ist in Duppach gemacht worden.
Ins Auge springt das kleine Unesco-Logo nicht direkt, deshalb zeigen Geschäftsführer des Natur- und Geoparks Vulkaneifel, Andreas Schüller (Zweiter von links), Frank Reuter (TW Gerolsteiner Land, Dritter von links) und Duppachs Ortsbürgermeister Gottfried Wawers (rechts), wo es sich auf der neuen Infotafel am Duppacher Drees befindet. TV-Foto: Stephan Sartoris
Foto: (e_daun )Man muss schon genau hinschauen, um es zu erkennen: das Unesco-Logo. Aber so klein es auf der gerade aufgestellten Infotafel am Duppacher Drees auch ist, so groß sind die damit verbundenen Erwartungen, dass der Geopark Vulkaneifel mit dem Logo der Weltorganisation werben darf. Im November vergangenen Jahres hat die Vulkaneifel den Titel "Unesco Global Geopark" bekommen, die höchste Auszeichnung, die die Organisation zu vergeben hat. Sie ist Bestätigung für die geleistete Arbeit in der Region und zugleich Aufforderung für die Weiterentwicklung der Geoparks. Denn deren Qualität wird weiter alle vier Jahre überprüft.
Nun ist das Logo erstmals auf einem Infoschild zu sehen, in Duppach. Für Ortsbürgermeister Gottfried Wawers "genau der richtige Ort, um die neue Zeitrechnung des Unesco-Geoparks Vulkaneifel einzuläuten." Seine Begründung: Das 290-Einwohner-Dorf in der Verbandsgemeinde Gerolstein "liegt sowohl im Geopark wie auch im Naturpark Nordeifel. Hier verzahnen sich die Aktivitäten der beiden touristischen Einrichtungen." Nicht von ungefähr kommt Duppach mit seinem geologischen Erbe eine besondere Rolle in der Eifeler Natur- und Kulturgeschichte zu. Waren doch schon die Römer hier vor knapp 2000 Jahren ansässig, was die Reste einer großen Villa im Ortsteil Weihermühle belegen. Zudem hat Duppach - zusammen mit Steffeln - mit dem Eichholzmaar das nördlichste wassergefüllte Maar. Zudem ist das Dorf Geburtsort eines bekannten Geologen, dem Gerolsteiner Schulrektor Stefan Dohm (1862 bis 1924). Der erste Schritt ist getan, wie geht es weiter? "Es gibt noch eine Menge zu tun für uns", sagt Andreas Schüller, Geschäftsführer des Natur- und Geoparks Vulkaneifel. Nach und nach wird die Beschilderung auf den neuesten Stand - also mit dem Unesco-Logo - gebracht. "Bis hin zu den Tafeln an den Autobahnen", erklärt Schüller.
Die offizielle Übergabe der Urkunde - ausgehändigt von Vertretern des Auswärtigen Amts und der Unesco-Zentrale in Paris - soll groß gefeiert werden, kündigt der Geschäftsführer an. Ein Termin steht allerdings noch nicht fest. Eine finanzielle Unterstützung ist mit der Anerkennung als Unesco-Geopark nicht verbunden, "aber sie ist eine echte Marke, ein sehr hoch einzuschätzendes Marketinginstrument für den Tourismus, denn sie wird der Region eine höhere Wahrnehmung bringen", sagt Schüller. Zudem werde es durch das Prädikat einfacher, Zuschüsse für Förderprojekte zu bekommen.