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Neuer Anlauf für altes Projekt

Neuer Anlauf für altes Projekt

In Kirchweiler soll ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen: die Erneuerung der maroden Hauptstraße. Dazu muss das Vorhaben aber ins Kreisstraßenbauprogramm, dessen Fortschreibung ansteht, aufgenommen werden.

Kirchweiler. Nach Weihnachten ist die Zeit der großen Wunschzettel erst einmal vorbei. Nicht so für die Ortsgemeinde Kirchweiler, denn sie hofft für dieses Jahr, dass die Voraussetzungen geschaffen werden, dass ein von ihr seit langem gehegter Wunsch erfüllt werden kann. Die 430-Einwohner-Gemeinde in der Verbandsgemeinde Daun will bei der anstehenden Fortschreibung des Kreisstraßenbauprogramms aufgenommen werden und auf der Rangliste der vordringlich zu realisierenden Projekte möglichst weit oben stehen. Das Vorhaben ist die "Erneuerung der Kreisstraße 36 in der Ortslage Kirchweiler", konkret der Ausbau der Hauptstraße. Dieses Projekt ist nicht neu, bereits im Dorferneuerungskonzept der Gemeinde von 1987 war der Ausbau der Kreisstraße/Hauptstraße ein Schwerpunkt. Kein Geld in kurzfristige Verbesserungen stecken

Nachdem Kirchweiler im vergangenen Jahr als so genannte "Schwerpunktgemeinde Dorferneuerung" vom Land anerkannt worden ist, ist mit der Fortschreibung des Dorferneuerungsprogramms begonnen worden. Dazu gehört auch die sogenannte Dorfmoderation, die im September mit einer Auftaktveranstaltung gestartet wurde. Bei diesem ersten Treffen wurde wieder einmal auf den schlechten Zustand der Hauptstraße, die einen Kilometer durch den Ort führt und an der mehr als ein Drittel der Bevölkerung wohnt, hingewiesen.Für Ortsbürgermeister Stefan Simon gibt es für eine grundlegende Erneuerung der Straße keine Alternative mehr: "Es lohnt sich einfach nicht mehr, Geld in kurzfristige Verbesserungen zu stecken." Er weist darauf hin, dass auch weite Teile der Wasser- und Abwasserleitungen in der Hauptstraße erneuerungsbedürftig sind. Damit wäre die Voraussetzung für eine sogenannte Gemeinschaftsmaßnahme (Straßen- und Kanalerneuerung) gegeben, eine Verfahrensweise, die sich in den vergangenen Jahren in vielen Dörfern bewährt hat und zudem eine höhere Förderung des Landes mit sich bringt. "Wenn wir das genehmigt bekommen würde, wäre es ideal. Mein Hoffnung ist, dass 2010 mit den Bauarbeiten begonnen werden könnte", erklärt Simon. "Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde gilt für sechs Jahre, und es wäre aus Sicht der Gemeinde wünschenswert, dass die Sanierung der Hauptstraße in diesem Zeitraum realisiert werden könnte, auch als eine Art äußeres Zeichen der Dorferneuerung."