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Neuer Belag, neue Abbiegespur

Neuer Belag, neue Abbiegespur

Das B-257-Teilstück zwischen Daun und der Autobahn ist ab Montag gesperrt. Mehr als eine Million Euro wird investiert, um den Abschnitt auf Vordermann zu bringen.

Daun /Darscheid/Gerolstein Die Älteren werden sich noch erinnern: Bis zur Freigabe des Autobahnteilstücks vom heutigen Dreieck Vulkaneifel bis Darscheid vor 20 Jahren hatte Mehren unter dem Durchgangsverkehr zur Autobahn 48 stark zu leiden. PKW und trotz Verbot auch noch viele LKW zwängten sich durch den Ort. Nun wird der Ort wieder zum "Autobahnzubringer", allerdings für eine überschaubare Zeit.
Denn gut sieben Wochen wird ab Montag das Teilstück der Bundesstraße B 257 zwischen Daun und Darscheid (und umgekehrt) gesperrt, zunächst bis zur Autobahn-Anschlussstelle. Was bedeutet: Der aus Daun kommende Verkehr wird kurz hinter dem Viadukt an der Abzweigung Richtung Mehren umgeleitet. "Diese Regelung ist angekündigt und und für die Gemeinde kein Problem. Es muss eben gemacht werden", sagt der Mehrener Ortsbürgermeister Erwin Umbach.
Und was genau muss gemacht werden? Auf gut vier Kilometer Länge wird die B 257 laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein saniert.
Manch einer wird denken: schon wieder? Denn es noch keine zehn Jahre her, dass an dem Abschnitt gearbeitet wurde. "Damals wurde nur eine neue Deckschicht aufgebracht", erklärt der stellvertretende LBM-Leiter Bruno von Landenberg. "Mit bloßem Auge ist das kaum zu erkennen, aber eine Untersuchung des Teilstücks hat ergeben, dass der komplette Belag schlecht ist. Deshalb wird er komplett erneuert."
Das Vorhaben ist in zwei Abschnitte unterteilt: Los geht es mit dem Stück von der Abzweigung Mehren bis zur Autobahn, anschließend wird die Fahrbahn von dort bis zum Kreisel bei Darscheid saniert. Laut LBM wird dort der Verkehr per Ampel geregelt, die Auf- beziehungsweise Abfahrten zur Autobahn werden zeitweise gesperrt.
1,25 Millionen Euro werden investiert. Zum Paket gehört auch eine Rechtsabbiegespur zur Autobahn. "Angesichts der hohen Zahl von Fahrzeugen ist der Bau einer Abbiegespur gerechtfertigt", sagt Bruno von Landenberg.
Extra: LAND STEUERT 210 000 EURO BEI


Der Landkreis Vulkaneifel erhält für die Böschungssicherung auf der Kreisstraße 47 bei Niederbettingen 210 000 Euro vom Land. Auf dem Teilstück ist ein Hang nach den Unwettern Mitte vergangenen Jahres ins Rutschen gekommen, seitdem ist die Straße halbseitig gesperrt (der TV berichtete). Der Hang wird auf Grundlage eines Bodengutachtens mit einem speziellen Bauverfahren stabilisiert. Durch die Nähe zur parallel verlaufenden Bahnstrecke war insbesondere auch eine Abstimmung mit der Bahn AG erforderlich. Die K 47 wird in dem Abschnitt von täglich rund 2.900 Fahrzeugen befahren. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein bereitet derzeit die Ausschreibung des Vorhabens in Niederbettingen vor, der Start der Bauarbeiten isr voraussichtlich im September.Extra: UMLEITUNGEN WÄHREND DER BAUARBEITEN


Die B 257 zwischen der Einmündung B 257/L 68 (Abzweigung in Richtung Mehren) und der A-1-Anschlussstelle ist vom 26. Juni bis voraussichtlich 13. August voll gesperrt. Eine Umleitungsstrecke in Richtung A 1 wird ab der Einmündung B 257/L 68 über Mehren ausgeschildert. Der Verkehr in Richtung Darscheid wird ab der Einmündung B 257/L 68 bei Daun über Mehren, die K 16 Richtung Steinigen und die L 66 bis nach Darscheid und umgekehrt umgeleitet. Der Verkehr aus Richtung A 1 in Richtung Daun wird über die Anschlussstelle Gerolstein - L 67 Richtung Nerdlen und die L 46 Richtung Rengen bis nach Daun umgeleitet.