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Neuer Platz für Dampflok 44121 der Eisenbahnfreunde Jünkerath

Verein Eisenbahnfreunde Jünkerath : Neuer Standort am Bahnhof Jünkerath für 3,5 Tonnen Geschichte

Die Achse der legendären Dampflok 44 1211 war ein Wahrzeichen des Museums der Eisenbahnfreunde Jünkerath. Für den jetzt nötig gewordenen Umzug sorgten Mitglieder und Unterstützer des Vereins.

Unter Einsatz eines Baggers und tatkräftiger Mithilfe von Freunden sei die Umsetzung des tonnenschweren Exponats gelungen, erzählt Rainer Helfen vom Verein der Eisenbahnfreunde Jünkerath. „Der Bagger kam an seine Grenzen, aber es ist geschafft.“ An den neuen Standort passe die Achse der 1974 ausgemusterten Dampflok wie angegossen: „Sie steht nun unmittelbar an der Unterführung des Bahnhofs Jünkerath und verweist auf die große Eisenbahngeschichte des Ortes.“

Flut vernichtete Ausstellungsstücke Die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr hatte auch das Museum des weltweit rund 80 Mitglieder zählenden Vereins der Eisenbahnfreunde verheerend getroffen und viele Ausstellungsstücke vernichtet. Doch ein Umzug sei bereits lange vorher geplant gewesen, da der Mietvertrag für die Räume nicht verlängert worden war, erzählt Helfen. „Das neue Museum befindet sich in den Räumen einer ehemaligen Mühle in Jünkerath-Glaadt“, berichtet Helfen. „Zurzeit laufen die letzten baulichen Maßnahmen. Dann müssen viele der Exponate, die derzeit noch im Bahnhof lagern, gereinigt und eingeräumt werden.“ Doch für die Achse der Dampflok und für den historischen Roheisenpfannenwagen, die auf dem Außengelände des Eisenbahnmuseums an der alten Adresse standen, sei vor den neuen Räumlichkeiten kein Platz. „Wir haben in Abstimmung mit der Ortsgemeinde einen Standort gefunden, der wunderbar passt“, sagt Vereinsvorsitzender Manfred Jehnen. Der Umzug sei reibungslos verlaufen, auch wenn die Aktion gar nicht so einfach gewesen sei – denn das gute Stück wiege ja immerhin 3,5 Tonnen.

Nur ehrenamtliche Helfer Das ebenfalls versetzte Stück Gleis, auf dem die Achse steht, müsse noch mit ein wenig Schotter aufgefüllt werden, sagt Rainer Helfen. „Und es muss das Exponatsschild aktualisiert werden.“ Die gesamte Aktion habe übrigens keine Gelder verschlungen, „alle Beteiligten haben ehrenamtlich geholfen“, sagt Helfen. Neben einigen Mitgliedern des Vereins sei es Dirk Kaufmann, Jens Siemens und Marco Assenmacher aus Jünkerath zu verdanken, dass der Umzug gelungen sei. Nun müsse auch ein neuer Platz für den Roheisenpfannenwagen gefunden werden, der noch an der alten Adresse steht – auch er: tonnenschwer. Neben der gelungenen Umsetzung der Dampflok-Achse vermelden die Eisenbahnfreunde einen weiteren Grund zur Freude: Viele der in den Fluten untergegangenen historischen Pläne und andere Zeitzeugnisse konnten im Nachhinein doch noch restauriert werden: „Wir haben alles, was wir retten konnten, sofort eingefroren“, erzählt Helfen. Die tiefgekühlten Schätze seien an die Werkstatt des Archivamtes Westfalen in Münster geschickt worden. „Inzwischen sind fast alle wieder wohlbehalten zurückgekehrt. Auch das war eine gelungene Aktion“, sagt Helfen. Wann das neue Eisenbahnmuseum, in das die Vereinsmitglieder bis jetzt 2000 Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert haben, seine Eröffnung feiern könnte, sei noch nicht spruchreif. „Für den Transport der Exponate dorthin werden wir noch einiges an Manpower brauchen“ sagt Rainer Helfen.