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Neuer Spielplatz ist Vorzeigeprojekt des Orts

Neuer Spielplatz ist Vorzeigeprojekt des Orts

75 Einwohner leben derzeit in Beinhausen. 28 haben es sich nicht nehmen lassen, beim Fototermin auf dem Spielplatz am Gemeindehaus dabei zu sein.

Beinhausen. Ortsbürgermeister Albert Kaltenborn schaut noch mal hin: Kommt noch jemand zum Treffpunkt am Gemeindehaus? Dorthin hat der Trierische Volksfreund (TV) zur Dorffoto-Aktion eingeladen.
Wie viele der rund 70 Einwohner des Dorfs in der Verbandsgemeinde Kelberg werden kommen?
Änni Saxler ist jedenfalls rechtzeitig da. Die 73-Jährige ist eine gebürtige Beinhausenerin und sagt: "Ich lebe gern hier und will auch nicht mehr weg."
Der kleine Ort hat eine lange Geschichte: 1290 wurde er als "Beinchenhusen" erwähnt, 1311 als Beyirhusen, der heutige Name ist als "Bei den Häusern" zu deuten.
Mehrheit will bei Kelberg bleiben


Beinhausen liegt unterhalb der bekannten Pfarrkirche Hilgerath und gehört zu den Orten in der Verbandsgemeinde (VG) Kelberg, die schon vor der Kommunalreform Anfang der 1970er Jahre zum damaligen Kreis Daun gehörten. Die Mehrheit der Beinhausener will auch weiter in der VG Kelberg bleiben: 66 Prozent der Bürger haben sich im Rahmen der großen Unterschriftenaktion für den Erhalt ausgesprochen.
Bürgermeister Kaltenborn stammt aus Weißenthurm im Kreis Mayen-Koblenz, ihn hat die Liebe in die Struth verschlagen. Die Eifel gehörte aber auch schon von klein an zu seinem Leben, denn seine Mutter stammt aus Bongard: "Deshalb war ich als Kind schon ganz oft in der Eifel." 1984 hat er eine Beinhausenerin geheiratet. "Ich bin hier richtig gut aufgenommen worden", erinnert sich der 49-Jährige. Ab 1994 war er im Gemeinderat aktiv, seit 2004 ist er Ortsbürgermeister.
Er freut sich über die aus seiner Sicht noch "gute Mischung zwischen Jung und Alt" im Dorf. Anziehungspunkt für die Jüngeren ist der Spielplatz hinter dem Gemeindehaus.
Er wurde im vergangenen Jahr umgebaut und am 1. Mai offiziell eingeweiht. Das Projekt wurde maßgeblich mit Hilfe der Feuerwehr umgesetzt. "Ohne die Wehr wäre die Realisierung solcher Vorhaben nicht möglich", sagt Kaltenborn, selbst Feuerwehrmann.
Ein letzter Blick des Bürgermeisters, aber nun steht fest: Es kommt wohl niemand mehr. Die 28 Bürger, die sich eingefunden haben, werden von TV-Fotograf Klaus Kimmling dirigiert. Auch wenn nicht alle Beinhausener drauf sind - für die, die da waren, bleibt das Foto, das alle vom TV bekommen werden, eine schöne Erinnerung. sts
Die nächsten Dorffoto-Aktionen im Landkreis Vulkaneifel sind am Samstag, 16. Juni, in den Üdersdorfer Ortsteilen Trittscheid (Dorfplatz, 14 Uhr) und Tettscheid (Spielplatz, 16 Uhr).