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Neues Auto, neues Domizil, neuer Treffpunkt

Neues Auto, neues Domizil, neuer Treffpunkt

Dreifacher Grund zur Freude: In Oberbettingen haben zahlreiche Bürger am Wochenende die Einweihung des für rund 750 000 Euro umgebauten Dorfgemeinde- und Feuerwehrhauses und den Kauf eines Löschfahrzeugs gefeiert.

Oberbettingen. Nach zwei Jahren Bauzeit hat die Dorfgemeinschaft Oberbettingen an diesem Wochenende ihr neues Gemeindehaus und das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Zudem freuten sich Bürger und Wehrleute über ein neues Feuerwehrfahrzeug. Bei den Gebäudeumbauten wurden alte und neue Bausubstanz an der einst alten Schule ansprechend und zweckmäßig verbunden, und damit wurde ein Stück Dorfkultur erhalten.

Mit den Worten "Was lange währt, wird endlich gut" spielte Ortsbürgermeister Hans-Jakob Meyer auf den holprigen Weg von der Idee bis zur Realisierung hin. Letztlich aber kam alles zu einem guten Ende - nicht zuletzt dank des großen Engagements etlicher Bürger.

Was in Oberbettingen mit viel Engagement geschaffen wurde, könnte auch für andere Gemeinden Vorbildcharakter haben. Denn dort wurde nicht einfach alles plattgemacht für ein neues Gebäude, sondern ein wichtiges Dorfgebäude und somit die Dorfsilhouette erhalten.

"Es hätte auch Alternativen gegeben, aber keine war so klug wie diese", sagte Bürgermeisterin Heike Bohn. Oberbettingen hatte nach der Schließung der Dorfkneipe 2009 keinen Treffpunkt mehr. So wurde beschlossen, die ehemalige Schule zu einem Dorf- und Vereinshaus umzubauen.

Auch die Feuerwehr, die seit den 80er-Jahren in der alten Schule ihren Platz hatte, brauchte wegen der Anschaffung eines neuen Autos mehr Platz. So wurde beides miteinander verbunden, im Januar 2010 war Baubeginn.

Die alte Pausenhalle der Schule musste allerdings weichen und wurde abgerissen. Bei den Arbeiten auf der "Großbaustelle" zeigte sich das gute Miteinander der Dorfbevölkerung. Denn viele Mitglieder der Dorfvereine, einzelner Helfer und besonders die Rentnertruppe engagierten sich beim Abriss und Neubau vorbildlich.

"Die Rentner waren immer zur Stelle. Ich hatte manchmal den Eindruck, dass sie mit Spaß dabei waren, wenn sie mit einem großen Hammer die Wände umnieten konnten", sagt Architekt Gottfried Perings, dem Ortsbürgermeister Meyer angesichts seiner vielen guten Ideen ein "Meisterstück" attestierte.

Für die Bürger von Oberbettingen bietet das neue Dorfzentrum mehr als nur bloße Räume. Die Katholische Gemeindebücherei und mehrere Versammlungsräume, die auch die Dorfjugend nutzen kann, sprechen dafür, dass ein neuer Mittelpunkt der Gemeinde geschaffen wurde. Und dank einer modernen Küche sind die Räume auch für Familienfeste und große für Feierlichkeiten geeignet sind.

Für den neuen Mittelpunkt des Dorfes wurden insgesamt rund 750 000 Euro investiert. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses kostete 200 000 Euro, der Umbau und die Erweiterung des Gemeindehauses schlugen mit 550 000 Euro zu Buche. Vom Land gab es 213 000 Euro Zuschuss.