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Neues Domizil für die Galerie der Gruppe Rouge

Neues Domizil für die Galerie der Gruppe Rouge

Die Malergruppe Rouge hat sich nach fünf Jahren mit ihrer Galerie aus dem Dauner Burghof verabschiedet, da der Besitzer die Räume selbst benötigt. In der zweiten Jahreshälfte 2010 geht es weiter. Dann wird - ebenfalls in der Stadtmitte -eine neue Galerie eröffnet.

Daun. (bb) Der Gang durch den markanten Torbogen in den gepflasterten Innenhof, das Läuten der Türglocke beim Betreten der schlicht möblierten Galerie, das Betrachten der von den acht Frauen und Männern gemalten Bilder: Knapp 10 000 Mal haben Besucher seit dem Eröffnungsfest im April 2005 dieses besondere Erlebnis gehabt. Sie kamen immer wieder als treue Stammkunden aus Daun und Umgebung und schrieben - wie ein Ehepaar aus Daun - zum Abschied ins Gästebuch: "Fünf Jahre habt Ihr uns mit Euren Kunstwerken viel Freude bereitet, und wir hoffen und wünschen, dass es weiterhin so bleibt." Wer durchs Buch blättert, entdeckt den Eintrag eines Dauner Malerkollegen: "Eine gute Expo!" und den Wunsch einer 14-jährigen Chinesin: "Ich will auch so schön malen können.

Nun schließt die Galerie der Gruppe Rouge im Burghof: Der Eigentümer hat Eigenbedarf angemeldet. "Wir wussten von Anfang an, dass dieser Fall eintreten könnte", sagt Gottfried Willems dem TV. "Schade, dass es zu Ende geht", meint Gisela Scharner. "Wir sind unserem Vermieter dankbar, dass wir hier unsere ersten Erfahrungen als Galeristen sammeln konnten", betont Ilse Pottgießer. Zu besonderen Ereignissen zählen die drei Malfreunde aus Daun, die mit Monika Bill (Üdersdorf), Rolf Manderscheid, Walter Manderscheid (beide Daun), Waltraud Mauer und Paula Otten (beide Mehren) den Burghof bewohnten, die Galerie- und Herbstfeste und die Beteiligung an kulturellen und karitativen Veranstaltungen. Ändern werde sich auch nichts an den vor zehn Jahren ins Leben gerufenen "Montagstreffen", bei denen die Mitglieder malen und diskutieren. Die nächste Reise führt die Gruppe im Mai in die Provence. "Und dann werden wir wohl Arbeitskleidung und Anstreicherkittel anziehen und mit der Gestaltung der neuen Galerienräume beginnen", erzählen sie.