Neues Domizil für kreative Kids gesucht Wer bietet Räume für die Jugendkunstschule in Hillesheim?

Hillesheim/Gerolstein/Daun · Nichts ist so beständig wie der Wandel: Das gilt auch für die 2008 im Landkreis Vulkaneifel ins Leben gerufene und von der Künstlerin Cornelia Lenartz geleitete Jugendkunstschule. Aktuell wird in Hillesheim dringend eine neue Unterkunft gesucht.

 Die Teilnehmer des Sommerferienkurses der Jugendkunstschule Vulkaneifel beim Abschlussfest mit der Vorsitzenden und Kursleiterin Cornelia Lenartz (rechts) sowie Josef Bach (hinten Vierter von rechts), Beigeordneter der Verbandsgemeinde Gerolstein. Foto: privat

Die Teilnehmer des Sommerferienkurses der Jugendkunstschule Vulkaneifel beim Abschlussfest mit der Vorsitzenden und Kursleiterin Cornelia Lenartz (rechts) sowie Josef Bach (hinten Vierter von rechts), Beigeordneter der Verbandsgemeinde Gerolstein. Foto: privat

Foto: TV/privat

 „Wenn wir keinen Raum mehr zur Verfügung haben, ist die Existenz der Jugendkunstschule bedroht“: Mit dieser Sorge wendet sich Cornelia Lenartz an unsere Zeitung. Die weit über die Kunstszene der Vulkaneifel hinaus bekannte, aus Daun stammende und in Hillesheim lebende freischaffende Künstlerin und Kunstpädagogin engagiert sich seit der Einrichtung einer Jugendkunstschule (siehe Info) in der Organisation und Verwaltung und als Dozentin.

Seit Jahren arbeitet sie mit der Ganztagsgrundschule Hillesheim zusammen, und sie gibt Ferienkurse mit Titeln wie „Schule der Fantasie“, „Kunst, Klang, Natur“ oder „Malen – Generationen übergreifend“ mit viel Freude und Begeisterung der Teilnehmer (der TV berichtete).

   Zunächst gingen die Projekte in Cornelia Lenartz’ eigenem Atelier und in ihrem Garten über die Bühne – „was aber auf Dauer nicht zu halten war“, wie sie einräumt. Umso glücklicher war sie, als sie vor drei Jahren mit den Kindern und dem kompletten Equipment in ein leer stehendes Klassenzimmer an der ehemaligen Hillesheimer Hauptschule umziehen konnte. Die Kursteilnehmer und die Künstlerin gestalteten den Raum in Eigenregie aus.

   Dann kam Corona, und nur während der Zeit der Lockerungen waren überhaupt noch Treffen möglich. Doch inzwischen stehen die Künstlerin und die Kinder vor einer weiteren und weitaus größeren Herausforderung. Denn die zuständige Verbandsgemeinde Gerolstein hat Cornelia Lenartz darüber informiert, dass der Raum aus brandsschutztechnischen Gründen in Zukunft nicht mehr von der Jugendkunstschule genutzt werden kann.

   „Ich habe selbst schon ‚Klinken geputzt’ und mehrere Möglichkeiten ausgelotet“, erklärt Cornelia Lenartz. Auch der Grundschulleiter Christian Linden habe sich darum bemüht.

Bisher leider ohne Erfolg. Wenn aber kein geeigneter Raum gefunden werde, gehe die Jugendkunstschule als ein besonderes Angebot für die kreativen Kinder und Jugendlichen in der Vulkaneifel verloren, gibt sie zu bedenken.

Wer ein geeignetes Objekt kennt oder zur Verfügung stellen kann, möge sich mit Cornelia Lenartz, Telefon: 06593/8623, E-Mail: cornelia.lenartz@t-online.de, in Verbindung setzen.

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