Neues Wohnprojekt in Daun heißt Thomas-Morus-Carré - Erstbezug für Ende 2018 geplant

Neues Wohnprojekt in Daun heißt Thomas-Morus-Carré - Erstbezug für Ende 2018 geplant

Weitere Etappe beim Umbau des Geländes der Thomas-Morus-Kirche zu einem Projekt für betreutes Wohnen: Der saarländische Investor hat nun den konkreten Planungsauftrag an ein Dauner Architektenbüro vergeben. Das Gotteshaus soll im Herbst 2017 abgerissen werden. Ende 2018 sollen die ersten Einheiten bezugsfertig sein. Der Name des Wohnprojekts: Thomas-Morus-Carré.

So richtig festlegen wollen sich die Vertreter des saarländischen Projektentwicklungs-Unternehmens Wohnkonzept und die beauftragten Architekten Julia Gieseking und Johannes Pflüger momentan noch nicht, was die geplante Bauzeit und Fertigstellung des Wohnprojekts auf dem Areal der Thomas-Morus-Kirche in Daun betrifft. Schließlich gibt es noch zu viele Unwägbarkeiten wie Vorgaben des Bebauungsplans, sämtliche Planungsdetails und eben auch den Abriss der Kirche.50 Eigentumswohnungen

Dennoch sagt Wohnkonzept-Geschäftsführer Claus Schlösser, der aus Hillesheim stammt, nach einigem Nachhaken: "Wir planen mit einer Fertigstellung und einem Erstbezug Ende 2018." Woraufhin seine Tochter und Geschäftspartnerin Susanne Jacob einschränkend hinzufügt: "Zumindest wollen wir bis dahin die ersten Wohnungen fertiggestellt haben. Es ist aber gut möglich, dass wir in mehreren Abschnitten bauen und auch danach noch Einheiten realisieren."

Dafür haben sich die Beteiligten bereits auf einen Namen für das Wohnprojekt geeinigt: Thomas-Morus-Carré. Entstehen sollen vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 50 Eigentumswohnungen: kleinere mit zwei Zimmern, Küche und Bad von 58 Quadratmetern, größere mit drei Zimmern, Küche und Bad von 75 Quadratmetern.
Das Besondere: 30 Einheiten sind für betreutes Wohnen vorgesehen - oder wie Claus Schlösser sagt: "Wohnen plus." Das bedeutet, dass die Bewohner Zusatzleistungen vom Frühstück über den Einkauf oder das Reinigen der Wohnung bis hin zu Hausmeistertätigkeiten zubuchen können. Daneben wird es 20 gewöhnliche Eigentumswohnungen geben. Aber auch deren Bewohner können die Gemeinschaftsräume nutzen, die ebenfalls hergestellt werden.

"Hier können die Leute gemeinsam frühstücken, essen, spielen, Gäste empfangen oder sich einfach nur treffen. Auch werden wir einmal in der Woche ein gemeinsames Frühstück, Kaffee und Kuchen und auch mal einen Filmabend anbieten", sagt Susanne Jacob. Grundidee des Vorhabens ist laut Schlösser: "Vielen Senioren sind Haus und Hof mit den ganzen Arbeiten einfach zu viel." Für sie werde ein spezielles Angebot geschaffen, aber eben auch für Singles, Referendare, Soldaten, die eben auch die zentrumsnahe Lage schätzen.

Der Name des Projekts war ein Vorschlag der Dauner Architekten Julia Gieseking und Johannes Pflüger, die den Planungsauftrag für das Vorhaben erhalten haben und nun mit den ersten Vorstellungen an die Öffentlichkeit gehen. So sagt Julia Gieseking: "Wir starten mit den Einheiten fürs Wohnen plus, die in zwei dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern in der Prümer Straße realisiert werden." Die weiteren 20 Wohneinheiten sollen im Bereich der jetzigen Kirche entstehen.

Die muss dafür zunächst abgerissen werden. Über die Abrisskosten, die die Kirchengemeinde als Eigentümerin des Areals trägt und die später vom Kaufpreis abgezogen werden, wurde noch nichts Konkretes gesagt. Schlösser meint lediglich: "Voruntersuchungen haben ergeben, dass wir da mit keinen größeren Problemen wie etwa belastetem Material zu rechnen haben. Es ist halt ein massives Bauwerk aus Beton und Stahl, bei dem wir mit schwerem Gerät ran müssen."

Die reinen Baukosten für das Vorhaben beziffert Schlösser nach wie vor auf fünf Millionen Euro. Zu welchem Quadratmeterpreis die Wohnungen letztlich angeboten werden, hänge jedoch von der Gesamtkalkulation ab, die ja noch nicht stehe. "Da wissen wir mehr, wenn die baureife Planung vorliegt und genehmigt ist, und wir die Aufträge vergeben haben", sagt der Unternehmer. Das soll Mitte bis Ende nächsten Jahres der Fall sein. Dann soll auch die Kirche abgerissen werden.

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