Nicht bloß eine Nummer

Nicht bloß eine Nummer

Damit alte Hausnamen in Pelm nicht in Vergessenheit geraten, hat ein Team aus alten und jungen Bürgern die Namen erforscht. Im Gespräch mit älteren Menschen aus dem Dorf haben sie die Namen erfahren. Nun hängen an 25 Häusern Schiefertafeln mit den alten Bezeichnungen.

Pelm. Früher hatten die Häuser Namen statt Hausnummern. Damit diese alten Hausnamen nicht vergessen werden, haben sich in Pelm Junge und Alte auf Spurensuche begeben. Jetzt statten sie rund 25 Häuser im Dorf mit Hausnamen-Schildern aus. Unterstützt werden sie durch die Aktion Team mit Stern des Gerolsteiner Brunnens.
Haltisch steht auf der Schiefertafel, die Bettina Altherr-Müller an eine Hauswand schraubt. Sie will, gemeinsam mit ihrer Gruppe von Messdienern, alte Hausnamen vor dem Vergessen bewahren. "Haltisch wurde zum Hausnamen, weil hier die Postkutsche hielt", erklärt Thea Merkelbach. Die ehemalige Lehrerin beschäftigt sich seit Jahren mit der Geschichte von Pelm. "Fusse, Bäckisch, Haltisch, immer wieder kommen in Gesprächen mit älteren Menschen aus dem Dorf die Namen vor", erklärt Merkelbach. Damit auch die jüngere Generation in Zukunft weiß, zu welchem Haus diese Namen gehören, hat sie die Aktion gestartet. "Wir haben rund 25 Schilder mit Hausnamen, die wir zuordnen können", sagt Bettina Altherr-Müller. Einige Häuser seien aber inzwischen abgerissen worden oder stünden leer, erklärt sie weiter.
Die Gestaltung der Schiefertafeln haben Steffi Schmitz und Hildegard Kolle übernommen. Das Haltisch-Haus haben Paula und Uwe Arnoldi vor zehn Jahren gekauft und renoviert. Mittlerweile werden sie im Dorf auch schon mit dem Hausnamen angesprochen. Eine Haltestelle ist auch heute wieder vor ihrem Haus, wenn auch für Busse, statt Postkutschen. aix